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•NEUER BEITRAG18.03.2024, 10:27 Uhr
EDIT: arktika
18.03.2024, 10:28 Uhr
18.03.2024, 10:28 Uhr
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| arktika | |
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SolidaritÀt mit Daniela Klette
Wie die jW am 18 MĂ€rz schreibt:Ex-RAF-Mitglied: Protest in Vechta
Vechta. Am Sonntag sind rund 50 Menschen dem Aufruf zu einer SolidaritĂ€tsdemonstration fĂŒr die im FrauengefĂ€ngnis Vechta inhaftierte Daniela Klette gefolgt, der Mitgliedschaft in der Roten Armee Fraktion (RAF), mehrere AnschlĂ€ge und BeschaffungskriminalitĂ€t vorgeworfen werden. Teilnehmer der Veranstaltung beschrieben das Polizeiaufgebot gegenĂŒber jW als »einschĂŒchternd«. Die örtliche CDU hatte zu einer Gegendemonstration aufgerufen. An der Veranstaltung unter dem Motto »Nein zu Terror! Nein zu Gewalt! Keine SolidaritĂ€t fĂŒr TĂ€ter« beteiligten sich laut Polizei circa 135 Menschen. Am 9. MĂ€rz hatten sich in Berlin rund 600 Menschen an einer Demonstration fĂŒr untergetauchte und inhaftierte RAF-Mitglieder beteiligt. (dpa/jW)
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50 Personen (vermutlich i. d. Mehrheit GenossInnen) ... Das ist nicht gerade viel. Liegt vielleicht (hoffentlich!) an der kurzen bzw. gar nicht stattgefunden habenden Mobilisierung, kann aber auch daran liegen, daĂ viele damalige GenossInnen heute keine mehr sind und auch nicht mehr damit in Verbindung gebracht werden wollen. SchlieĂlich haben die meisten ihre Pöstchen u. Jobs gefunden und "RAF-NĂ€he" macht sich da gar nicht gut. Der Staatsterror von einst dĂŒrfte von den meisten noch nicht vergessen sein und ist bekanntlich jederzeit wieder aufruf- und herbeifĂŒrbar.
Aber vielleicht ist es ja wirklich die schlechte Mobilisierung bzw. auch nur Bekanntmachung?!
•NEUER BEITRAG20.03.2024, 21:44 Uhr
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... und es geht auch gleich weiter in der bekannten Art des "freiesten Staats, den es j auf deutschem Boden gab" - jW gestern:
Kaltgestellt nach Demoanmeldung
BetriebsrĂ€tin in Bremer Krankenhaus freigestellt nach SolidaritĂ€tskundgebung fĂŒr Daniela Klette
Von Annuschka Eckhardt
So schnell kannâs gehen: Vom Grundrecht Gebrauch gemacht und schon vom Dienst am Patienten freigestellt. Die Hysterie um die Festnahme des mutmaĂlichen ehemaligen RAF-Mitglieds Daniela Klette und die Fahndung nach ihren mutmaĂlichen Komplizen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg nimmt immer groteskere ZĂŒge an.
Die bis Freitag morgen freigestellte BetriebsrĂ€tin und Krankenpflegerin Ariane MĂŒller hatte die SolidaritĂ€tskundgebung vor dem FrauengefĂ€ngnis in Vechta, in dem Daniela Klette zur Zeit einsitzt, angemeldet, die am Sonntag nachmittag anlĂ€sslich des Tages der politischen Gefangenen, stattgefunden hatte. Um die 50 Personen waren zur friedlich verlaufenden Kundgebung erschienen, dazu viele Pressevertreter: »Die Medien stĂŒrzten sich regelrecht auf mich. Ich konnte kaum aus dem Auto steigen, als sie wie ein wild gewordener Bienenschwarm auf mich zuliefen. Sie waren regelrecht enttĂ€uscht, als ich sagte, ich gebe heute keine Statements ab«, sagte MĂŒller gegenĂŒber junge Welt. Unweit des Kundgebungsortes hatte die CDU Vechta zu einer Gegendemonstration aufgerufen, zu der ungefĂ€hr 80 Personen erschienen.
Schon vergangenen Freitag â vor dem Termin der Kundgebung â bekam MĂŒller MaĂregelungen zu spĂŒren. In einer sehr kurzfristig anberaumten Sondersitzung wurde sie »mit sofortiger Wirkung aus ihrer Freistellung fĂŒr den Betriebsrat« entlassen. Diese ĂŒberraschend harte Sanktion war jedoch nicht das Ende vom Lied, »dieser Schritt war eine Mitvoraussetzung dafĂŒr, dass auch die Gesundheit Nord und das Klinikum Bremen-Mitte als Arbeitgeber reagieren und die Mitarbeiterin bis zur KlĂ€rung des Falls freistellen«, gab die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Gesundheit Nord und der Betriebsrat des Klinikums Bremen-Mitte in einer Pressemitteilung am Montag bekannt.
Die Betriebsratskollegen helfen also dabei, die BeschĂ€ftigte abzusĂ€gen. »FĂŒr uns war die Entscheidung eindeutig und die Situation unzumutbar. Wir möchten dadurch auch ein Zeichen setzen, dass wir uns vom Handeln dieser Person deutlich distanzieren«, sagte Dr. Manfred Kölsch, Betriebsratsvorsitzender am Klinikum Bremen-Mitte in der Pressemitteilung. »Es ist eine regelrechte Menschenjagd, obwohl ich doch nur mein demokratisches Grundrecht â das Anmelden eine Kundgebung â wahrgenommen hab«, sagte MĂŒller am Montag im jW-GesprĂ€ch. »Obwohl KrankenhĂ€user und Kliniken unter krassem FachkrĂ€ftemangel leiden, werde ich von der Arbeit am Patientenbett freigestellt«, so MĂŒller.
»Wir distanzieren uns als Unternehmen aufs SchĂ€rfste von allen AktivitĂ€ten, die SolidaritĂ€t oder Sympathien fĂŒr die RAF oder jede andere terroristische Vereinigung zeigen. Insofern prĂŒfen wir, welche Konsequenzen wir ziehen können. Bis diese PrĂŒfung abgeschlossen ist, haben wir die BetriebsrĂ€tin, um die es geht, zunĂ€chst freigestellt«, lieĂ Karen Matiszick, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Gesundheit Nord gGmbH, am Montag gegenĂŒber junge Welt verlauten. Verdi war zu einer Stellungnahme nicht bereit.
Diese Freistellung ist jedoch nicht rechtens, »die Anmeldung einer Kundgebung oder Versammlung ist kein Grund, jemanden nicht mehr zu beschĂ€ftigen«, so schĂ€tzte es Rechtsanwalt Benedikt Hopmann am Montag gegenĂŒber jW ein. »Es gibt einen Anspruch auf BeschĂ€ftigung, arbeitsgeberseitige Sanktionen können nicht das Grundgesetz aushebeln. AbhĂ€ngige BeschĂ€ftigte dĂŒrfen nicht, wenn sie ihre Grundrechte wahrnehmen, noch mit einer zusĂ€tzlichen Möglichkeit unter Druck gesetzt werden, die allein aus dem strukturellen MachtverhĂ€ltnis im ArbeitsverhĂ€ltnis herrĂŒhrt«, erklĂ€rte der Jurist. »Das ist eine zusĂ€tzliche Machtressource, die das Kapital, oder in diesem Falle die Krankenhausleitung, als Repressionsmittel benutzt.«
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Kaltgestellt nach Demoanmeldung
BetriebsrĂ€tin in Bremer Krankenhaus freigestellt nach SolidaritĂ€tskundgebung fĂŒr Daniela Klette
Von Annuschka Eckhardt
So schnell kannâs gehen: Vom Grundrecht Gebrauch gemacht und schon vom Dienst am Patienten freigestellt. Die Hysterie um die Festnahme des mutmaĂlichen ehemaligen RAF-Mitglieds Daniela Klette und die Fahndung nach ihren mutmaĂlichen Komplizen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg nimmt immer groteskere ZĂŒge an.
Die bis Freitag morgen freigestellte BetriebsrĂ€tin und Krankenpflegerin Ariane MĂŒller hatte die SolidaritĂ€tskundgebung vor dem FrauengefĂ€ngnis in Vechta, in dem Daniela Klette zur Zeit einsitzt, angemeldet, die am Sonntag nachmittag anlĂ€sslich des Tages der politischen Gefangenen, stattgefunden hatte. Um die 50 Personen waren zur friedlich verlaufenden Kundgebung erschienen, dazu viele Pressevertreter: »Die Medien stĂŒrzten sich regelrecht auf mich. Ich konnte kaum aus dem Auto steigen, als sie wie ein wild gewordener Bienenschwarm auf mich zuliefen. Sie waren regelrecht enttĂ€uscht, als ich sagte, ich gebe heute keine Statements ab«, sagte MĂŒller gegenĂŒber junge Welt. Unweit des Kundgebungsortes hatte die CDU Vechta zu einer Gegendemonstration aufgerufen, zu der ungefĂ€hr 80 Personen erschienen.
Schon vergangenen Freitag â vor dem Termin der Kundgebung â bekam MĂŒller MaĂregelungen zu spĂŒren. In einer sehr kurzfristig anberaumten Sondersitzung wurde sie »mit sofortiger Wirkung aus ihrer Freistellung fĂŒr den Betriebsrat« entlassen. Diese ĂŒberraschend harte Sanktion war jedoch nicht das Ende vom Lied, »dieser Schritt war eine Mitvoraussetzung dafĂŒr, dass auch die Gesundheit Nord und das Klinikum Bremen-Mitte als Arbeitgeber reagieren und die Mitarbeiterin bis zur KlĂ€rung des Falls freistellen«, gab die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Gesundheit Nord und der Betriebsrat des Klinikums Bremen-Mitte in einer Pressemitteilung am Montag bekannt.
Die Betriebsratskollegen helfen also dabei, die BeschĂ€ftigte abzusĂ€gen. »FĂŒr uns war die Entscheidung eindeutig und die Situation unzumutbar. Wir möchten dadurch auch ein Zeichen setzen, dass wir uns vom Handeln dieser Person deutlich distanzieren«, sagte Dr. Manfred Kölsch, Betriebsratsvorsitzender am Klinikum Bremen-Mitte in der Pressemitteilung. »Es ist eine regelrechte Menschenjagd, obwohl ich doch nur mein demokratisches Grundrecht â das Anmelden eine Kundgebung â wahrgenommen hab«, sagte MĂŒller am Montag im jW-GesprĂ€ch. »Obwohl KrankenhĂ€user und Kliniken unter krassem FachkrĂ€ftemangel leiden, werde ich von der Arbeit am Patientenbett freigestellt«, so MĂŒller.
»Wir distanzieren uns als Unternehmen aufs SchĂ€rfste von allen AktivitĂ€ten, die SolidaritĂ€t oder Sympathien fĂŒr die RAF oder jede andere terroristische Vereinigung zeigen. Insofern prĂŒfen wir, welche Konsequenzen wir ziehen können. Bis diese PrĂŒfung abgeschlossen ist, haben wir die BetriebsrĂ€tin, um die es geht, zunĂ€chst freigestellt«, lieĂ Karen Matiszick, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Gesundheit Nord gGmbH, am Montag gegenĂŒber junge Welt verlauten. Verdi war zu einer Stellungnahme nicht bereit.
Diese Freistellung ist jedoch nicht rechtens, »die Anmeldung einer Kundgebung oder Versammlung ist kein Grund, jemanden nicht mehr zu beschĂ€ftigen«, so schĂ€tzte es Rechtsanwalt Benedikt Hopmann am Montag gegenĂŒber jW ein. »Es gibt einen Anspruch auf BeschĂ€ftigung, arbeitsgeberseitige Sanktionen können nicht das Grundgesetz aushebeln. AbhĂ€ngige BeschĂ€ftigte dĂŒrfen nicht, wenn sie ihre Grundrechte wahrnehmen, noch mit einer zusĂ€tzlichen Möglichkeit unter Druck gesetzt werden, die allein aus dem strukturellen MachtverhĂ€ltnis im ArbeitsverhĂ€ltnis herrĂŒhrt«, erklĂ€rte der Jurist. »Das ist eine zusĂ€tzliche Machtressource, die das Kapital, oder in diesem Falle die Krankenhausleitung, als Repressionsmittel benutzt.«
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•NEUER BEITRAG20.03.2024, 21:47 Uhr
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... und morgen:
Berufsverbot 2.0
Bremen: Krankenhausleitung und Betriebsrat sanktionieren BetriebsrÀtin und verhÀngen De-facto-Kontaktverbot zu den BeschÀftigten
Von Annuschka Eckhardt
Unvermeidbar fĂŒr kĂ€mpferische BetriebsrĂ€te ist der Kontakt zu den Kollegen. An einem Bremer Fall kann nun studiert werden, wie schnell Unternehmen ihre Macht ĂŒber die abhĂ€ngigen BeschĂ€ftigten ausnutzen, um in einem Streich deren politisches und betriebliches Engagement zu sanktionieren.
»Wie wir erfahren mussten, haben Sie am 18. MĂ€rz 2024 ihre Angestellte und BetriebsrĂ€tin Ariane MĂŒller von ihrer Arbeit freigestellt. Dem Vernehmen nach verbieten Sie ihr zudem das Betreten des KlinikgelĂ€ndes und den Kontakt zu Kollegen auĂerhalb ihrer BetriebsratstĂ€tigkeit ohne Ihre Zustimmung«, kritisierte ein SolidaritĂ€tsnetzwerk in einem Protestbrief an die GeschĂ€ftsleitung der Gesundheit Nord gGmbH des Klinikums Bremen Mitte, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Die bis Freitag morgen freigestellte BetriebsrĂ€tin und Krankenpflegerin Ariane MĂŒller hatte die SolidaritĂ€tskundgebung vor dem FrauengefĂ€ngnis in Vechta, in dem Daniela Klette zur Zeit einsitzt, angemeldet, die am vergangenen Sonntag anlĂ€sslich des Tages der politischen Gefangenen stattfand. Um die 50 Personen waren zur friedlich verlaufenden Kundgebung erschienen, dazu viele Pressevertreter. Die Festnahme des mutmaĂlichen ehemaligen RAF-Mitglieds Klette und die Fahndung nach ihren mutmaĂlichen Komplizen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg zieht unerwartete arbeitsrechtliche Repressionen nach sich.
In dem Brief der Krankenhausleitung an Ariane MĂŒller, der junge Welt vorliegt, schreibt die GeschĂ€ftsbereichsleiterin Personal »wir haben Kenntnis von aktuellen AktivitĂ€ten und ĂuĂerungen bis hin zur Ăffentlichkeitswirksamkeit ihrerseits erhalten, die möglicherweise Auswirkungen auf ihr BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnis bei der Gesundheit Nord gGmbH haben«. Und weiter: MĂŒller dĂŒrfe das GelĂ€nde nur »nach ausdrĂŒcklicher Zustimmung des GeschĂ€ftsbereichs Personal betreten« und »ohne vorherige Zustimmung auch keinen Kontakt zu unsren BeschĂ€ftigten aufnehmen«.
Das Kontaktverbot, das die Arbeit als BetriebsrĂ€tin unmöglich macht, wird schwammig mit der »AufklĂ€rung der zugrundeliegenden Sachverhalte« begrĂŒndet. UnabhĂ€ngig, wie die Krankenhausleitung und der Betriebsrat zu den Inhalten der von MĂŒller als Privatperson und in ihrer Freizeit angemeldeten Kundgebung stehen, dĂŒrften sie das Demonstrationsrecht durch DisziplinierungsmaĂnahmen nicht angreifen. Aber der fĂŒr solche FĂ€lle zustĂ€ndige Betriebsrat steht nicht hinter seiner Kollegin und hat die Repression mit dem Entzug der Freistellung von BetriebsrĂ€tin MĂŒller am Freitag erst losgetreten. MĂŒllers dienstliche E-Mail-Adresse wurde im Rahmen der Sanktionen gesperrt, so dass sie im Zuge ihrer TĂ€tigkeit weder ankommende E-Mails lesen, noch E-Mails schreiben kann. Das KrankenhausgelĂ€nde darf sie momentan nur mittwochs wĂ€hrend der wöchentlichen Betriebsratssitzung betreten.
»Allein die Tatsache, dass jemand eine Kundgebung anmeldet, ist kein Grund, in irgendeiner Weise arbeitsrechtliche Sanktionen auszusprechen, weil das BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnis eben ein strukturelles MachtverhĂ€ltnis ist«, sagte Rechtsanwalt Benedikt Hopmann am Mittwoch gegenĂŒber junge Welt. Es sei erkennbar, dass die Krankenhausleitung nicht wolle, dass sie mit den BeschĂ€ftigten spricht. HĂ€ufig wĂŒrden diese MaĂnahmen mit dem Tenor eingesetzt, dass es keine Unruhe im Betrieb geben solle. Aber diese Unruhe habe die Leitung mit ihren DisziplinierungsmaĂnahmen selbst geschaffen. »Das geht einfach nicht«, so Hopmann.
»Wie ihr wisst, ist Ariane weit ĂŒber das Klinikum Bremen Mitte als kĂ€mpferische Gewerkschafterin und BetriebsrĂ€tin, als Aktivistin fĂŒr mehr Krankenhauspersonal bekannt. Sie hatte das Bremer Volksbegehren fĂŒr mehr Personal in KrankenhĂ€usern maĂgeblich mit angestoĂen und wurde als Bremer Frau des Jahres 2021 bekannt«, schrieb die SolidaritĂ€tsinitiative in dem offenen Brief an die Krankenhausleitung. »Wir befĂŒrchten, dass Ariane MĂŒller auch stellvertretend fĂŒr andere Kolleginnen und Kollegen, die sich fĂŒr bessere Arbeitsbedingungen einsetzen, eingeschĂŒchtert werden soll.«
MĂŒller arbeitet seit 1981 im Klinikum Bremen Mitte und wurde von den BeschĂ€ftigten als BetriebsrĂ€tin gewĂ€hlt: »Die SolidaritĂ€tsaktion bestĂ€rkt mich einfach. Trotz dieser Hetzkampagne sind andere BeschĂ€ftigte, Kolleginnen und Kollegen, Freunde und auch ganz fremde Leute solidarisch«, sagte MĂŒller am Mittwoch im jW-GesprĂ€ch. »Ich weiĂ, ich werde nicht einknicken. Ich werde mich nicht verkaufen.«
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... und morgen:
Berufsverbot 2.0
Bremen: Krankenhausleitung und Betriebsrat sanktionieren BetriebsrÀtin und verhÀngen De-facto-Kontaktverbot zu den BeschÀftigten
Von Annuschka Eckhardt
Unvermeidbar fĂŒr kĂ€mpferische BetriebsrĂ€te ist der Kontakt zu den Kollegen. An einem Bremer Fall kann nun studiert werden, wie schnell Unternehmen ihre Macht ĂŒber die abhĂ€ngigen BeschĂ€ftigten ausnutzen, um in einem Streich deren politisches und betriebliches Engagement zu sanktionieren.
»Wie wir erfahren mussten, haben Sie am 18. MĂ€rz 2024 ihre Angestellte und BetriebsrĂ€tin Ariane MĂŒller von ihrer Arbeit freigestellt. Dem Vernehmen nach verbieten Sie ihr zudem das Betreten des KlinikgelĂ€ndes und den Kontakt zu Kollegen auĂerhalb ihrer BetriebsratstĂ€tigkeit ohne Ihre Zustimmung«, kritisierte ein SolidaritĂ€tsnetzwerk in einem Protestbrief an die GeschĂ€ftsleitung der Gesundheit Nord gGmbH des Klinikums Bremen Mitte, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Die bis Freitag morgen freigestellte BetriebsrĂ€tin und Krankenpflegerin Ariane MĂŒller hatte die SolidaritĂ€tskundgebung vor dem FrauengefĂ€ngnis in Vechta, in dem Daniela Klette zur Zeit einsitzt, angemeldet, die am vergangenen Sonntag anlĂ€sslich des Tages der politischen Gefangenen stattfand. Um die 50 Personen waren zur friedlich verlaufenden Kundgebung erschienen, dazu viele Pressevertreter. Die Festnahme des mutmaĂlichen ehemaligen RAF-Mitglieds Klette und die Fahndung nach ihren mutmaĂlichen Komplizen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg zieht unerwartete arbeitsrechtliche Repressionen nach sich.
In dem Brief der Krankenhausleitung an Ariane MĂŒller, der junge Welt vorliegt, schreibt die GeschĂ€ftsbereichsleiterin Personal »wir haben Kenntnis von aktuellen AktivitĂ€ten und ĂuĂerungen bis hin zur Ăffentlichkeitswirksamkeit ihrerseits erhalten, die möglicherweise Auswirkungen auf ihr BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnis bei der Gesundheit Nord gGmbH haben«. Und weiter: MĂŒller dĂŒrfe das GelĂ€nde nur »nach ausdrĂŒcklicher Zustimmung des GeschĂ€ftsbereichs Personal betreten« und »ohne vorherige Zustimmung auch keinen Kontakt zu unsren BeschĂ€ftigten aufnehmen«.
Das Kontaktverbot, das die Arbeit als BetriebsrĂ€tin unmöglich macht, wird schwammig mit der »AufklĂ€rung der zugrundeliegenden Sachverhalte« begrĂŒndet. UnabhĂ€ngig, wie die Krankenhausleitung und der Betriebsrat zu den Inhalten der von MĂŒller als Privatperson und in ihrer Freizeit angemeldeten Kundgebung stehen, dĂŒrften sie das Demonstrationsrecht durch DisziplinierungsmaĂnahmen nicht angreifen. Aber der fĂŒr solche FĂ€lle zustĂ€ndige Betriebsrat steht nicht hinter seiner Kollegin und hat die Repression mit dem Entzug der Freistellung von BetriebsrĂ€tin MĂŒller am Freitag erst losgetreten. MĂŒllers dienstliche E-Mail-Adresse wurde im Rahmen der Sanktionen gesperrt, so dass sie im Zuge ihrer TĂ€tigkeit weder ankommende E-Mails lesen, noch E-Mails schreiben kann. Das KrankenhausgelĂ€nde darf sie momentan nur mittwochs wĂ€hrend der wöchentlichen Betriebsratssitzung betreten.
»Allein die Tatsache, dass jemand eine Kundgebung anmeldet, ist kein Grund, in irgendeiner Weise arbeitsrechtliche Sanktionen auszusprechen, weil das BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnis eben ein strukturelles MachtverhĂ€ltnis ist«, sagte Rechtsanwalt Benedikt Hopmann am Mittwoch gegenĂŒber junge Welt. Es sei erkennbar, dass die Krankenhausleitung nicht wolle, dass sie mit den BeschĂ€ftigten spricht. HĂ€ufig wĂŒrden diese MaĂnahmen mit dem Tenor eingesetzt, dass es keine Unruhe im Betrieb geben solle. Aber diese Unruhe habe die Leitung mit ihren DisziplinierungsmaĂnahmen selbst geschaffen. »Das geht einfach nicht«, so Hopmann.
»Wie ihr wisst, ist Ariane weit ĂŒber das Klinikum Bremen Mitte als kĂ€mpferische Gewerkschafterin und BetriebsrĂ€tin, als Aktivistin fĂŒr mehr Krankenhauspersonal bekannt. Sie hatte das Bremer Volksbegehren fĂŒr mehr Personal in KrankenhĂ€usern maĂgeblich mit angestoĂen und wurde als Bremer Frau des Jahres 2021 bekannt«, schrieb die SolidaritĂ€tsinitiative in dem offenen Brief an die Krankenhausleitung. »Wir befĂŒrchten, dass Ariane MĂŒller auch stellvertretend fĂŒr andere Kolleginnen und Kollegen, die sich fĂŒr bessere Arbeitsbedingungen einsetzen, eingeschĂŒchtert werden soll.«
MĂŒller arbeitet seit 1981 im Klinikum Bremen Mitte und wurde von den BeschĂ€ftigten als BetriebsrĂ€tin gewĂ€hlt: »Die SolidaritĂ€tsaktion bestĂ€rkt mich einfach. Trotz dieser Hetzkampagne sind andere BeschĂ€ftigte, Kolleginnen und Kollegen, Freunde und auch ganz fremde Leute solidarisch«, sagte MĂŒller am Mittwoch im jW-GesprĂ€ch. »Ich weiĂ, ich werde nicht einknicken. Ich werde mich nicht verkaufen.«
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•NEUER BEITRAG23.03.2024, 03:15 Uhr
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| arktika | |
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Zur Festnahme von Daniela Klette et al.
Und weiter geht's beim Drecksgesindel BRD-Staat back to the 70th and 80th ... Isohaft ist Folter und Mord an den Gefangenen - wuĂten damals alle, die links waren oder sich zumindest dafĂŒr hielten. Und wurde natĂŒrlich vom Staat aus diesem Grunde gernst eingesetzt und auch fĂŒr die Zukunft keinesfalls vergessen. Und nun wieder hervorgekramt ... WeiĂe Folter hinterlĂ€Ăt eben nicht so hĂ€Ăliche deutliche Spuren wie die eher rustikalen Methoden. (Auch Assange wird schlieĂlich nur weiĂer Folter ausgesetzt, was eigentlich jedem aufzeigen sollte, wie sehr man damit in wenigen Jahren die Persönlichkeit (neben der rein physischen Gesundheit) eines Menschen zerstören kann.)Die "UnterstĂŒtzerInnen" drangsalieren bis hin zum Wegknasten, die "TerroristInnen" wegisolieren von allem Lebigen - die reale Fratze der BRD!
Am 22. MĂ€rz im ONLINE EXTRA der jW:
Anwalt von Daniela Klette kritisiert Haftbedingungen
Berlin/Vechta. Der Anwalt der mutmaĂlichen ehemaligen RAF-Angehörigen Daniela Klette hat die Haftbedingungen fĂŒr die 65jĂ€hrige im FrauengefĂ€ngnis in Vechta kritisiert. Klette werde fast ganztĂ€gig videoĂŒberwacht und zudem komplett isoliert, sagte der Berliner Strafverteidiger Lukas Theune am Freitag. Seiner Mandantin seien zudem vorab von der Justiz genehmigte BĂŒcher und Zeitungen nicht zugestellt worden. »Nichtmal einen Kugelschreiber gibt man ihr«, so Theune. »Wir werden die Haftbedingungen juristisch angreifen«, kĂŒndigte er an.
Klette war Ende Februar in Berlin festgenommen worden. Sie sitzt nun in Untersuchungshaft in in Vechta. Nach Angaben ihres Verteidigers sind die strengen MaĂnahmen fĂŒr sie nicht vom Untersuchungsrichter angeordnet worden. Sie seien auf Betreiben der Haftanstalt selbst erfolgt, sagte Theune.
Der Tagesspiegel schrieb, aus Justizkreisen hieĂ es, aus GrĂŒnden der SuizidprĂ€vention könne eine VideoĂŒberwachung sinnvoll sein. Theune hĂ€lt dies jedoch fĂŒr eine vorgeschobene Behauptung: Seine Mandantin sei nicht suizidgefĂ€hrdet.
Die fĂŒr das Verfahren zustĂ€ndige Staatsanwaltschaft Verden erklĂ€rte gegenĂŒber der Zeitung, die Beschuldigte werden von den anderen Gefangenen abgeschirmt, da sie ansonsten die Brief- und Telefonkontrolle »unterlaufen« könne. Ăber die nĂ€heren Haftbedingungen gebe es keine Auskunft, da dies unter anderem die Persönlichkeitsrechte der Beschuldigten tangiere. (dpa(jW)
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•NEUER BEITRAG26.10.2024, 00:06 Uhr
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jW morgen:
SolidaritÀt als Verbrechen
Hexenjagd gegen Linke: Zeugenladung wegen Kontakt zu mutmaĂlichem Ex-RAF-Mitglied
Von Annuschka Eckhardt
Ein Dutzend Personen hat sich am Freitag vormittag vor dem roten BacksteingebÀude der Polizeidirektion 5 in Berlin-Kreuzberg versammelt, wartet in der Sonne, eine Genossin soll vom BKA verhört werden. Grund: SolidaritÀt als Verbrechen.
Am Freitag wurde Ariane MĂŒller in Berlin vom BKA verhört â zum Fall der im Februar in Berlin festgenommenen Daniela Klette. Die Staatsanwaltschaft will im November Anklage gegen das mutmaĂliche frĂŒhere Mitglied der ÂRoten Armee Fraktion erheben, Klette ist in der Justizvollzugsanstalt fĂŒr Frauen im niedersĂ€chsischen Vechta gefangen. Die ehemalige Krankenschwester und BetriebsrĂ€tin MĂŒller engagierte sich nach Klettes Festnahme, meldete SolidaritĂ€tskundgebungen an, schrieb Briefe und erlangte Besuchsrecht. Die Repression lieĂ nicht lange auf sich warten: MĂŒller wurden zunĂ€chst ihre Aufgaben als BetriebsrĂ€tin untersagt, wenig spĂ€ter folgte eine Freistellung. Im Mai konnte sie Klette zum ersten Mal in der JVA Vechta besuchen. FĂŒnf Besuche fanden statt, bis Anfang September ein Brief eintrudelte: Besuchsverbot. In dem Beschluss, der jW vorliegt, schreibt der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs, »Frau Ariane MĂŒller ist eine Dauerbesuchserlaubnis fĂŒr die Beschuldigte erteilt worden. Der DurchfĂŒhrung weiterer Besuche stehen GrĂŒnde der Ăberhaft entgegen.« Es bestehe »die konkrete Gefahr«, dass Klette und MĂŒller »zukĂŒnftige Besuche dazu nutzen könnten, um Vorkehrungen fĂŒr eine Flucht zu treffen.« MĂŒller wird zudem vorgeworfen, sie könne im Kontakt zu den gesuchten mutmaĂlichen Ex-RAF-Mitgliedern Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg stehen. Dann lud das BKA sie zu einem Verhör.
Ăber eine Stunde dauerte die Verweigerung ihrer Aussage in dem Backsteinbau der Direktion 5, trotz Begleitung von MĂŒllers Anwalt Adrian Wedel. Nun könnte ein BuĂgeld auf sie zukommen, oder sogar Beugehaft. »Diese Vorladung soll Menschen von GefangenensolidaritĂ€t abhalten, die Staatsmacht verschickt solche Briefe als Abschreckung«, sagte MĂŒller nach dem Verhör gegenĂŒber junge Welt. »Die Polizisten wollten Fragen stellen, aber mein Anwalt und ich haben gesagt: Nein, wir berufen uns auf mein Aussageverweigerungsrecht, weil ich könnte mich ja selbst belasten«. Die Behörden versuchten mit allen Mitteln, »Daniela mit Besuchsverboten zu isolieren. Wir erinnern an die Einzelisolation, die 24stĂŒndige VideoĂŒberwachung in der Zelle, die Metallblende vor dem Zellenfenster, so dass kein Sonnenlicht in die Zelle kommen konnte«. Dazu kĂ€me Einzelhofgang in den ersten sieben Wochen im GefĂ€ngnis. »Und wie kann eine inhaltliche Diskussion entstehen, wenn ein Brief von mir zu ihr acht Wochen braucht?«, so MĂŒller.
Auch die Mitglieder des SolidaritĂ€tskreises empört die Repression: »In den 70er Jahren, da hat es zumindest eine RAF gegeben, es hat Aktionen gegeben, und viele Leute, Mitglieder oder UnterstĂŒtzer, haben ihre Strafen absitzen mĂŒssen«, sagte Alexander Roth (Name geĂ€ndert) am Freitag vor dem Polizeirevier. »Jetzt veranstalten die Behörden eine Hexenjagd gegen Rentner zwischen 70 und 80 Jahren, die sollen dann noch mal unter Druck gesetzt werden mit diesen Zeugenvorladungen«, so Roth zu junge Welt.
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SolidaritÀt als Verbrechen
Hexenjagd gegen Linke: Zeugenladung wegen Kontakt zu mutmaĂlichem Ex-RAF-Mitglied
Von Annuschka Eckhardt
Ein Dutzend Personen hat sich am Freitag vormittag vor dem roten BacksteingebÀude der Polizeidirektion 5 in Berlin-Kreuzberg versammelt, wartet in der Sonne, eine Genossin soll vom BKA verhört werden. Grund: SolidaritÀt als Verbrechen.
Am Freitag wurde Ariane MĂŒller in Berlin vom BKA verhört â zum Fall der im Februar in Berlin festgenommenen Daniela Klette. Die Staatsanwaltschaft will im November Anklage gegen das mutmaĂliche frĂŒhere Mitglied der ÂRoten Armee Fraktion erheben, Klette ist in der Justizvollzugsanstalt fĂŒr Frauen im niedersĂ€chsischen Vechta gefangen. Die ehemalige Krankenschwester und BetriebsrĂ€tin MĂŒller engagierte sich nach Klettes Festnahme, meldete SolidaritĂ€tskundgebungen an, schrieb Briefe und erlangte Besuchsrecht. Die Repression lieĂ nicht lange auf sich warten: MĂŒller wurden zunĂ€chst ihre Aufgaben als BetriebsrĂ€tin untersagt, wenig spĂ€ter folgte eine Freistellung. Im Mai konnte sie Klette zum ersten Mal in der JVA Vechta besuchen. FĂŒnf Besuche fanden statt, bis Anfang September ein Brief eintrudelte: Besuchsverbot. In dem Beschluss, der jW vorliegt, schreibt der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs, »Frau Ariane MĂŒller ist eine Dauerbesuchserlaubnis fĂŒr die Beschuldigte erteilt worden. Der DurchfĂŒhrung weiterer Besuche stehen GrĂŒnde der Ăberhaft entgegen.« Es bestehe »die konkrete Gefahr«, dass Klette und MĂŒller »zukĂŒnftige Besuche dazu nutzen könnten, um Vorkehrungen fĂŒr eine Flucht zu treffen.« MĂŒller wird zudem vorgeworfen, sie könne im Kontakt zu den gesuchten mutmaĂlichen Ex-RAF-Mitgliedern Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg stehen. Dann lud das BKA sie zu einem Verhör.
Ăber eine Stunde dauerte die Verweigerung ihrer Aussage in dem Backsteinbau der Direktion 5, trotz Begleitung von MĂŒllers Anwalt Adrian Wedel. Nun könnte ein BuĂgeld auf sie zukommen, oder sogar Beugehaft. »Diese Vorladung soll Menschen von GefangenensolidaritĂ€t abhalten, die Staatsmacht verschickt solche Briefe als Abschreckung«, sagte MĂŒller nach dem Verhör gegenĂŒber junge Welt. »Die Polizisten wollten Fragen stellen, aber mein Anwalt und ich haben gesagt: Nein, wir berufen uns auf mein Aussageverweigerungsrecht, weil ich könnte mich ja selbst belasten«. Die Behörden versuchten mit allen Mitteln, »Daniela mit Besuchsverboten zu isolieren. Wir erinnern an die Einzelisolation, die 24stĂŒndige VideoĂŒberwachung in der Zelle, die Metallblende vor dem Zellenfenster, so dass kein Sonnenlicht in die Zelle kommen konnte«. Dazu kĂ€me Einzelhofgang in den ersten sieben Wochen im GefĂ€ngnis. »Und wie kann eine inhaltliche Diskussion entstehen, wenn ein Brief von mir zu ihr acht Wochen braucht?«, so MĂŒller.
Auch die Mitglieder des SolidaritĂ€tskreises empört die Repression: »In den 70er Jahren, da hat es zumindest eine RAF gegeben, es hat Aktionen gegeben, und viele Leute, Mitglieder oder UnterstĂŒtzer, haben ihre Strafen absitzen mĂŒssen«, sagte Alexander Roth (Name geĂ€ndert) am Freitag vor dem Polizeirevier. »Jetzt veranstalten die Behörden eine Hexenjagd gegen Rentner zwischen 70 und 80 Jahren, die sollen dann noch mal unter Druck gesetzt werden mit diesen Zeugenvorladungen«, so Roth zu junge Welt.
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•NEUER BEITRAG26.10.2024, 22:19 Uhr
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| arktika | |
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"»In den 70er Jahren, da hat es zumindest eine RAF gegeben, es hat Aktionen gegeben, und viele Leute, Mitglieder oder UnterstĂŒtzer, haben ihre Strafen absitzen mĂŒssen«, sagte Alexander Roth (Name geĂ€ndert) am Freitag vor dem Polizeirevier. »Jetzt veranstalten die Behörden eine Hexenjagd gegen Rentner zwischen 70 und 80 Jahren, die sollen dann noch mal unter Druck gesetzt werden mit diesen Zeugenvorladungen«, so Roth zu junge Welt"
Was ist das fĂŒr eine Person, die auf diese Weise spricht und damit SolidaritĂ€t ausdrĂŒcken will (oder einfordern oder ... ), bzw. was sind das (mal von ihm auf den Rest hochgerechnet) fĂŒr Leute ĂŒberhaupt in diesem "SolidaritĂ€tskreis"?
Das klingt eher so, als seien damals die Verurteilungen (egal ob gg. angebliche RAF-Mitglieder oder gg angebliche UnterstĂŒtzerInnen) zu recht erfolgt und die Betroffenen haben dann "ihre" Strafen zu recht absitzen mĂŒssen ... Alles rechtsstaatlich, oder wie?
Als wenn damals nicht auch JustizwillkĂŒr und Verfolgungswut das staatliche Handeln dominiert hĂ€tten. Sollte man sich vielleicht mal drĂŒber schlau machen, bevor man so daherredet.
Oder hĂ€lt es jemand ernsthaft fĂŒr rechtmĂ€Ăig, z. B. GenossInnen, die nur eine INFORMATIONSVERANSTALTUNG zur Situation der politischen Gefangenen in der BRD machten, wegen "UnterstĂŒtzung einer terroristischen Vereinigung" zu verknacken? Und (Beuge-)Geldstrafen und Beugehaft wurden damals ebenfalls recht groĂzĂŒgig verteilt - niemand solle sagen, dieser Staat sei knickerig ...
Die aktuell betroffene Genossin hat sich jedenfalls richtig verhalten. "Anna&Arthur halten 's Maul" gilt noch immer - egal ob vor Bullen, Staatsanwaltschaften oder Gerichten oder aber in der ach so linken Kneipe.
Und nochmals zur Erinnerung, falls jemand dies vergessen haben sollte: Mehr als SECHS Monate Beugehaft dĂŒrfen nicht verhĂ€ngt werden, danach ist die Sache abgefrĂŒhstĂŒckt, zumindest bis zur nĂ€chsten Geschichte, die ja auch (wieder?) beliebig konstruiert sein kann.
Ansonsten ist der Umgang dieses Staates mit Daniela und solidarischen Personen natĂŒrlich das allerletzte - aber hat da jemand tatsĂ€chlich was anderes erwartet???
Was ist das fĂŒr eine Person, die auf diese Weise spricht und damit SolidaritĂ€t ausdrĂŒcken will (oder einfordern oder ... ), bzw. was sind das (mal von ihm auf den Rest hochgerechnet) fĂŒr Leute ĂŒberhaupt in diesem "SolidaritĂ€tskreis"?
Das klingt eher so, als seien damals die Verurteilungen (egal ob gg. angebliche RAF-Mitglieder oder gg angebliche UnterstĂŒtzerInnen) zu recht erfolgt und die Betroffenen haben dann "ihre" Strafen zu recht absitzen mĂŒssen ... Alles rechtsstaatlich, oder wie?
Als wenn damals nicht auch JustizwillkĂŒr und Verfolgungswut das staatliche Handeln dominiert hĂ€tten. Sollte man sich vielleicht mal drĂŒber schlau machen, bevor man so daherredet.
Oder hĂ€lt es jemand ernsthaft fĂŒr rechtmĂ€Ăig, z. B. GenossInnen, die nur eine INFORMATIONSVERANSTALTUNG zur Situation der politischen Gefangenen in der BRD machten, wegen "UnterstĂŒtzung einer terroristischen Vereinigung" zu verknacken? Und (Beuge-)Geldstrafen und Beugehaft wurden damals ebenfalls recht groĂzĂŒgig verteilt - niemand solle sagen, dieser Staat sei knickerig ...
Die aktuell betroffene Genossin hat sich jedenfalls richtig verhalten. "Anna&Arthur halten 's Maul" gilt noch immer - egal ob vor Bullen, Staatsanwaltschaften oder Gerichten oder aber in der ach so linken Kneipe.
Und nochmals zur Erinnerung, falls jemand dies vergessen haben sollte: Mehr als SECHS Monate Beugehaft dĂŒrfen nicht verhĂ€ngt werden, danach ist die Sache abgefrĂŒhstĂŒckt, zumindest bis zur nĂ€chsten Geschichte, die ja auch (wieder?) beliebig konstruiert sein kann.
Ansonsten ist der Umgang dieses Staates mit Daniela und solidarischen Personen natĂŒrlich das allerletzte - aber hat da jemand tatsĂ€chlich was anderes erwartet???
•NEUER BEITRAG27.10.2024, 00:24 Uhr
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| FPeregrin | |
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So habe ich diesen Alexander Roth nicht verstanden, sondern sinngemÀà eher so: "In den 70er und 80er Jahren konnte die Klassenjustiz alle repressiven MaĂnahmen damit rechtfertigen, daĂ sich der Staat in einer bewaffneten Auseinandersetzung befindet. Das fĂ€llt jetzt weg und ĂŒbrig bleibt ein nackter Rachefeldzug." Das erinnert an den Umgang mit der DDR.
Am Anfang des Threads habe ich folgendes geschrieben: "Der dt. Imp. vergiĂt seine Feinde niemals, auch nicht nach ihrer politisch-miltĂ€rischen Kapitulation. [...] Man muĂ sich das klarmachen: Diese 6 Haftis und die dazugehörigen Straftaten gibt es nur deshalb, weil der dt. Imp. nach der Kapitulation der RAF nicht in der Lage sein wollte, daraus die minimalen zivilisatorischen SchlĂŒsse zu ziehen, nĂ€mlich eine Friedenslösung auszuhandeln. Aber das hĂ€tte ja bedeutet, den politisch-miltĂ€rischen Gegner irgendwie "anzuerkennen". Dies als FN zu dem inhaltlichen Komplex, in dem die Begriffsbildungen um 'Verhandlung', 'Anerkennung', 'Existenzrecht' usw. durch den dt. Imp. behandelt werden. Es geht dabei immer nur um ihre punktuell-konkrete Werkzeugfunktion im Sinne der maximalen Durchsetzung der Klasseninteressen. Alles andere wĂ€re Sozialpfaffenzeugs. Und bei der RAF heiĂt das - wie bei der DDR - Delegitimierung, Kriminalisierung, Auslöschung aus dem politischen GedĂ€chtnis." Das wuĂte sogar Herbert Wehner, als er sagt: "Wer einmal Kommunist war, den verfolgt Ihre gesittete Gesellschaft bis zum Lebensende, und wenn es geht, lĂ€sst sie ihn auch noch durch Terroristen umbringen." ( Link ...jetzt anmelden! ) Wir mĂŒssen uns schon klar machen, daĂ der Klassenfeind genau so tickt, wenn wir uns blöde Ăberraschungen sparen wollen: Die Systemfrage ĂŒberhaupt zu stellen, ist das zentrale Verbrechen, fĂŒr das es keine VerjĂ€hrung gibt!
Am Anfang des Threads habe ich folgendes geschrieben: "Der dt. Imp. vergiĂt seine Feinde niemals, auch nicht nach ihrer politisch-miltĂ€rischen Kapitulation. [...] Man muĂ sich das klarmachen: Diese 6 Haftis und die dazugehörigen Straftaten gibt es nur deshalb, weil der dt. Imp. nach der Kapitulation der RAF nicht in der Lage sein wollte, daraus die minimalen zivilisatorischen SchlĂŒsse zu ziehen, nĂ€mlich eine Friedenslösung auszuhandeln. Aber das hĂ€tte ja bedeutet, den politisch-miltĂ€rischen Gegner irgendwie "anzuerkennen". Dies als FN zu dem inhaltlichen Komplex, in dem die Begriffsbildungen um 'Verhandlung', 'Anerkennung', 'Existenzrecht' usw. durch den dt. Imp. behandelt werden. Es geht dabei immer nur um ihre punktuell-konkrete Werkzeugfunktion im Sinne der maximalen Durchsetzung der Klasseninteressen. Alles andere wĂ€re Sozialpfaffenzeugs. Und bei der RAF heiĂt das - wie bei der DDR - Delegitimierung, Kriminalisierung, Auslöschung aus dem politischen GedĂ€chtnis." Das wuĂte sogar Herbert Wehner, als er sagt: "Wer einmal Kommunist war, den verfolgt Ihre gesittete Gesellschaft bis zum Lebensende, und wenn es geht, lĂ€sst sie ihn auch noch durch Terroristen umbringen." ( Link ...jetzt anmelden! ) Wir mĂŒssen uns schon klar machen, daĂ der Klassenfeind genau so tickt, wenn wir uns blöde Ăberraschungen sparen wollen: Die Systemfrage ĂŒberhaupt zu stellen, ist das zentrale Verbrechen, fĂŒr das es keine VerjĂ€hrung gibt!
•NEUER BEITRAG08.11.2024, 21:02 Uhr
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jW:
Online Extra
08.11.2024, 19:45:05 / Inland
Verteidigung: Anklage gegen Klette erhoben
Verden. Gegen das ehemalige RAF-Mitglied Daniela Klette ist nach Angaben der Verteidigung Anklage erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft im niedersĂ€chsischen Verden wirft ihr im Zusammenhang mit 13 ĂberfĂ€llen versuchten Mord, unerlaubten Waffenbesitz sowie versuchten und vollendeten schweren Raub vor, wie die Verteidigung am Freitag der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Die Staatsanwaltschaft war zunĂ€chst nicht zu erreichen.
Die Verteidigung kritisiert die Ermittlungsbehörden. Die Anklage weise »erhebliche MĂ€ngel auf«. Sie wehren sich besonders gegen die Anklage wegen versuchten Mordes. »So wird etwa weiterhin behauptet, dass in diesem Fall gezielt auf den Fahrer eines Geldtransporters geschossen worden sein soll. Dies aber ist durch das Ermittlungsverfahren widerlegt«, betonte die Verteidigung. Die AnwĂ€lte sprechen von einer »öffentlichen Vorverurteilung« ihrer Mandantin. Es drĂ€nge sich der Eindruck auf, dass die Behörden einseitig ermittelten und von politisch motiviertem Verfolgungseifer getrieben seien, wie es in dem Statement weiter heiĂt.
Ende Februar nahmen Ermittler Klette in Berlin-Kreuzberg fest, wo sie unter falschem Namen lebte. Sie sitzt seit ihrer Festnahme im FrauengefÀngnis in Vechta ein. Die Untersuchungshaft wurde bereits einmal verlÀngert. Klette bestreitet, versuchten Mord begangen zu haben, und spricht von staatlicher »Denunziation« und »Medienhetze«. (dpa/jW)
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Online Extra
08.11.2024, 19:45:05 / Inland
Verteidigung: Anklage gegen Klette erhoben
Verden. Gegen das ehemalige RAF-Mitglied Daniela Klette ist nach Angaben der Verteidigung Anklage erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft im niedersĂ€chsischen Verden wirft ihr im Zusammenhang mit 13 ĂberfĂ€llen versuchten Mord, unerlaubten Waffenbesitz sowie versuchten und vollendeten schweren Raub vor, wie die Verteidigung am Freitag der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Die Staatsanwaltschaft war zunĂ€chst nicht zu erreichen.
Die Verteidigung kritisiert die Ermittlungsbehörden. Die Anklage weise »erhebliche MĂ€ngel auf«. Sie wehren sich besonders gegen die Anklage wegen versuchten Mordes. »So wird etwa weiterhin behauptet, dass in diesem Fall gezielt auf den Fahrer eines Geldtransporters geschossen worden sein soll. Dies aber ist durch das Ermittlungsverfahren widerlegt«, betonte die Verteidigung. Die AnwĂ€lte sprechen von einer »öffentlichen Vorverurteilung« ihrer Mandantin. Es drĂ€nge sich der Eindruck auf, dass die Behörden einseitig ermittelten und von politisch motiviertem Verfolgungseifer getrieben seien, wie es in dem Statement weiter heiĂt.
Ende Februar nahmen Ermittler Klette in Berlin-Kreuzberg fest, wo sie unter falschem Namen lebte. Sie sitzt seit ihrer Festnahme im FrauengefÀngnis in Vechta ein. Die Untersuchungshaft wurde bereits einmal verlÀngert. Klette bestreitet, versuchten Mord begangen zu haben, und spricht von staatlicher »Denunziation« und »Medienhetze«. (dpa/jW)
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•NEUER BEITRAG04.12.2024, 01:24 Uhr
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Zur Festnahme von Daniela Klette et al.
jW heute:Karlsruhe verhÀngt Kontaktverbot
Ex-RAF-Mitglied erhĂ€lt BuĂgeldbescheid nach Zeugenvorladung im Fall Daniela Klette
Von Ariane MĂŒller
Seit 2023 und verstĂ€rkt seit dem Sommer 2024 verschicken die Staatsanwaltschaft Verden und die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe Zeugenvorladungen in den Verfahren gegen die mutmaĂlichen ehemaligen Mitglieder der Rote Armee Fraktion (RAF) Daniela Klette, Burkhard Garweg und Volker Staub. Nach der Verhaftung von Klette Ende Februar in Berlin wurden die Vorladungen fĂŒr einige Monate ausgesetzt. Von diesen bis jetzt ĂŒber 20 der jungen Welt bekannten Zeugenvorladungen sind bisher 12 ehemalige RAF-Mitglieder betroffen, die alle zwischen zehn und 26 Jahren in Haft waren und heute ĂŒber 70 Jahre alt sind, auĂerdem ehemalige oder aktuelle Bewohner der Hamburger HafenstraĂe sowie vier Menschen, die Klette in der JVA Vechta besucht oder einen Antrag auf Besuch gestellt haben. Gegen Daniela Klette laufen zwei verschiedene Ermittlungsverfahren. Das Erste von der Staatsanwaltschaft Verden und das Zweite von der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Deshalb mĂŒssen bei den beiden Behörden BesuchsantrĂ€ge gestellt werden.
Nachdem der ehemalige RAF-Gefangene GĂŒnter Sonnenberg Ende Juli einen Besuchsantrag gestellt hatte und dieser Antrag von der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe abgelehnt wurde â kurios dabei ist, dass das Amtsgericht Verden den Besuchsantrag genehmigt hatte â, erhielt er am 7. November eine Vorladung durch BKA-Beamte in Frankfurt am Main. Er sollte unter anderem zu seiner aktuellen Haltung zur 1998 aufgelösten RAF befragt werden und warum er Daniela Klette im GefĂ€ngnis besuchen möchte. Sonnenberg verweigerte die Aussage. Sein Rechtsanwalt Scherzberg aus Frankfurt am Main verwies auf das Auskunftsverweigerungsrecht nach Paragraph 55 StPO. Prompt folgte ein Bescheid der Generalbundesanwaltschaft ĂŒber ein Ordnungsgeld in Höhe von 500 Euro. Nach jW-Informationen ist es das erste angeordnete BuĂgeld im Zusammenhang mit diesen Zeugenvorladungen. Sonnenbergs Rechtsanwalt Scherzberg wird eine Beschwerde gegen diese Festsetzung des BuĂgeldes einlegen.
Die Vorladungen sollen offenbar davor abschrecken, Besuche bei Klette zu beantragen, um ihre Isolation zu verfestigen. Dies wird deutlich, nachdem gegen zwei Besucherinnen â sie hatten im Laufe des Sommers mehrmals Klette in Haft besuchen können â im Herbst Besuchsverbote verhĂ€ngt wurden. Als BegrĂŒndung wird ihnen unter anderem vorgeworfen, sie fungierten als Vermittler zwischen der Inhaftierten und den beiden Gesuchten Garweg und Staub, um Klettes Flucht aus der JVA Vechta planen zu können. Einer vom Besuchsverbot betroffenen Frau wird zusĂ€tzlich vorgeworfen, sie kenne privat ehemalige Gefangene aus der RAF. Ihre Beschwerde gegen das Besuchsverbot wurde vom Bundesgerichtshof (BGH) inzwischen zurĂŒckgewiesen. Beide Besucherinnen erhielten mit den Besuchsverboten ebenfalls Zeugenvorladungen und verweigerten bei ihren Vernehmungen Ende Oktober in Berlin bzw. Ende November in Hamburg die Aussagen.
Der Kontakt zu ehemaligen RAF-Mitgliedern wird auch als BegrĂŒndung fĂŒr das Besuchsverbot von Sonnenberg angefĂŒhrt. Ihm wird vorgeworfen, dass einige ehemalige RAF-Gefangene auf seiner Geburtstagsfeier im Sommer waren. Auch bei einem weiteren ehemaligen Gefangenen aus der RAF wurde der Besuchsantrag nicht genehmigt. Hier wurden die Beschwerden gegen die Besuchsverbote ebenfalls abgelehnt.
Einigen der ehemaligen RAF-Mitglieder wurde bei den Vernehmungen gesagt, sie sollten Garweg und Staub auffordern, sich so bald wie möglich zu stellen: »Wir wollen doch kein zweites Bad Kleinen.« Auf dem Bahnhof des mecklenburgischen Bad Kleinen wurde 1993 Wolfgang Grams von GSG9-Beamten niedergeschossen. Nach offizieller Darstellung soll er sich, schwer verwundet im Gleisbett liegend bzw. wÀhrend des Sturzes, selbst getötet haben.
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•NEUER BEITRAG15.01.2025, 15:48 Uhr
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SolidaritÀt mit Daniela Klette
... und SolidaritĂ€t auch umgekehrt: GruĂwort von Daniela zur Rosa-Luxemburg-Konferenz, an der sie leider nicht persönlich teilnehmen konnte. Auf der Konferenz verlesen durch Rolf Becker:Liebe Teilnehmer*innen der Rosa-Luxemburg-Konferenz â liebe Genoss*innen,
ich grĂŒĂe Euch heute aus dem GefĂ€ngnis von Vechta. Ich wurde vor bald einem Jahr nach Jahrzehnten des Lebens in der IllegalitĂ€t verhaftet.
Vor mir liegt ein mehrere Jahre dauerndes Justizverfahren, in dem ich angeklagt werde, an bewaffneten Enteignungsaktionen teilgenommen zu haben. DarĂŒber hinaus strebt die Justiz nach einem weiteren Prozess gegen mich, in dem ich angeklagt werden soll, als Militante an Aktionen der Stadtguerilla gegen Kapitalismus und Imperialismus teilgenommen zu haben.
Ich war 17, als der vietnamesische Befreiungskampf den US-angefĂŒhrten Imperialismus besiegte. Der unglaubliche Sieg wurde mit weltweiter SolidaritĂ€t erkĂ€mpft â trotz Napalm, trotz der enormen MilitĂ€rmaschine, die der Befreiungsbewegung entgegenstand, und trotz der Massaker an der vietnamesischen Bevölkerung, die die US-MilitĂ€rs mit der Hilfe und Komplizenschaft des Westens, allen voran Deutschlands, verĂŒbt hatten.
Ich war 16, als ich mitbekam, dass man einen Menschen in Haft ermordete, der im Hungerstreik gegen die Folter der Isolationshaft kÀmpfte. Es war Holger Meins, der gegen die VerhÀltnisse aufgestanden war und im GefÀngnis durch gezielte UnterernÀhrung wÀhrend der staatlichen ZwangsernÀhrung und der Verweigerung von medizinischer Hilfe getötet wurde.
Es war in vielen LĂ€ndern eine Zeit der Versuche der Befreiung und antikolonialer KĂ€mpfe: z. B. die Black Panthers gegen die rassistische UnterdrĂŒckung und fĂŒr die Revolution in den USA, der Kampf gegen die Apartheid in SĂŒdafrika oder der FSLN in Nicaragua gegen die Diktatur. Ich begann zu verstehen, was die Menschheit von Kapitalismus und Imperialismus zu erwarten hat. Ja, ich sah mich als Teil der weltweiten Bewegungen, die fĂŒr die Befreiung von Ausbeutung und UnterdrĂŒckung, gegen Kapitalismus und Patriarchat und gegen Krieg und Militarismus kĂ€mpften.
Die Justiz verhandelt nun ĂŒber meine Schuldigkeit in einem juristischen Sinn. FĂŒr mich ist es keine Frage der Schuld, sondern danach, was Millionen Menschen bewegte und bewegt: Wie ĂŒberwinden wir VerhĂ€ltnisse, die global Krieg, Vertreibung, Ausbeutung, patriarchale und rassistische UnterdrĂŒckung, Armut und vollkommene ökologische Zerstörung hervorbringen?
Die MĂ€chtigen rĂŒsten sich im Kampf fĂŒr den Erhalt ihrer Macht zum groĂen Krieg. Die Gesellschaft ist von wachsender Armut, Militarisierung und einer nach rechts tendierenden Entwicklung geprĂ€gt. Der Kapitalismus steuert in Richtung des ökologischen GAUs: Der Zustand der heutigen Welt zeigt ĂŒberdeutlich, dass die Fragen nach der Ăberwindung dieser ZustĂ€nde gerechtfertigt waren und heute notwendig sind. Diese Fragen sind Fragen an uns alle, und wir werden sie nur kollektiv und in groĂen Bewegungen beantworten können. Ich wĂ€re gerne bei Euch, um gemeinsam an diesen Fragen zu arbeiten. Aber die Repression und der staatliche Wille, die Geschichte der Fundamentalopposition abzuurteilen, lĂ€sst das nicht zu.
Niemand, der als Teil der emanzipatorischen und revolutionĂ€ren Linken eingesperrt wird, wird einfach wegen seiner angeblichen oder tatsĂ€chlichen Taten zur Gefangenschaft gezwungen. Wir sitzen alle aufgrund des staatlichen Willens, die Geschichte revolutionĂ€rer KĂ€mpfe zu delegitimieren und zur Abschreckung der KĂ€mpfe der Zukunft im jahrelangen Elend der GefĂ€ngnisse. Das betrifft mich genauso wie Mumia Abu-Jamal und Leonard Peltier in den USA, die gefangenen Anarchist*innen in Griechenland â Marianna, Dimitri, Nikos, Dimitra â und viele andere politische Gefangene weltweit.
In diesem Sinne ist der Justizprozess gegen mich ein Prozess gegen eine emanzipatorische, linksradikale und antikapitalistische Opposition.
Ich wĂŒrde mich sehr freuen, wenn die, denen es möglich ist, zu meinem in KĂŒrze beginnenden Prozess kommen â auch als Ausdruck davon, dass es nicht nur ein Prozess gegen mich ist, sondern auf einer anderen Ebene ein Prozess gegen alle, die sich mit der Frage der Ăberwindung des Kapitalismus auseinandersetzen. Ich wĂŒrde mich sehr ĂŒber jegliche SolidaritĂ€t freuen!
Ich wĂŒnsche Euch viel Erfolg und, ja, ich hoffe auch viel SpaĂ bei der diesjĂ€hrigen Rosa-Luxemburg-Konferenz!
Solidarische, kĂ€mpferische und herzliche GrĂŒĂe an Euch alle.
D. K.
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•NEUER BEITRAG19.01.2025, 02:08 Uhr
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| FPeregrin | |
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Es kommt etwas Bewegung in den angehörige Erinnyen-Block, hier konkret der BraunmĂŒhl-Familie. Caroline BraunmĂŒhl schreibt im nd von vorgestern folgendes (der Faulheit halber als pdf):
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• PDF-Datei
Stellungnahme von Caroline BraunmĂŒhl ...
• 3,5 MB | application/pdf
...zum Download anmelden.
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•NEUER BEITRAG19.01.2025, 02:13 Uhr
EDIT: FPeregrin
19.01.2025, 02:18 Uhr
19.01.2025, 02:18 Uhr
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| FPeregrin | |
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•NEUER BEITRAG06.02.2025, 17:48 Uhr
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| arktika | |
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SolidaritÀt mit Daniela Klette
Jetzt ist der Beginn des - vermutlich - ersten Prozesses gegen Daniela festgesetzt, und zwar am 25. MĂ€rz diesen Jahres im OLG Celle. Im eigentlich vorgesehenen Verden sind die RĂ€umlichkeiten vorgeblich noch nicht vorhanden, ab Sommer soll es dann in Verden weitergehen.Von Henning von Stoltzenberg in der jW vom 5. Februar:
Justiz und RAF
SolidaritÀt wird geahndet
Prozess gegen Daniela Klette vor dem Landgericht Verden beginnt im MĂ€rz. VorwĂŒrfe ohne »terroristischen Hintergrund«
Der seit einiger Zeit angekĂŒndigte Prozess gegen Daniela Klette beginnt am 25. MĂ€rz im Staatsschutzsaal des Oberlandesgerichts Celle. Das teilte eine Sprecherin des Landgerichts Verden am Dienstag mit. Die Anklage wirft der 66jĂ€hrigen, die mutmaĂlich einst Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF) war, versuchten Mord, unerlaubten Waffenbesitz sowie versuchten und vollendeten schweren Raub vor. Die vorgeworfenen Delikte â 13 RaubĂŒberfĂ€lle â fallen allerdings in die Zeit nach der Auflösung der RAF im Jahr 1998. Die vorgeworfenen TatbestĂ€nde hĂ€tten keinen »terroristischen Hintergrund«, wie die Ermittler betonen.
Klette war Ende Februar 2024 in ihrer Wohnung in Berlin-Kreuzberg, wo sie unter falschem Namen lebte, von einem martialischen Polizeiaufgebot festgenommen worden. Es folgte eine wochenlange Hatz mit fast tÀglichen Lageberichten auf die ebenfalls untergetauchten ehemaligen RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg, die aber erfolglos blieb. Klette sitzt seit ihrer Festnahme im FrauengefÀngnis in Vechta. Die Untersuchungshaft wurde bereits einmal verlÀngert.
Die Staatsanwaltschaft Verden ermittelt seit Jahrzehnten gegen Klette, Garweg und Staub, die einst der sogenannten dritten Generation der RAF zugerechnet wurden. Das Trio soll zwischen 1999 und 2016 Geldtransporter und SupermĂ€rkte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ausgeraubt haben, um das Leben in der IllegalitĂ€t zu finanzieren. Dabei sollen rund drei Millionen Euro erbeutet worden sein. Laut Anklageschrift verwendeten sie bei ihren ĂberfĂ€llen Schusswaffen und Elektroschocker. Klette soll demnach meist die Fahrerin des Fluchtautos gewesen sein.
Ein wesentlicher Punkt ist die Anklage wegen versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem Ăberfall in Stuhr sĂŒdlich von Bremen. Dabei soll im Juni 2015 mehrfach auf einen Geldtransporter geschossen worden sein. Zwei SchĂŒsse drangen laut Ermittlungsbehörden dabei in die Fahrerkabine ein, die Geldboten blieben dabei unverletzt. Die Staatsanwaltschaft wertet die SchĂŒsse dennoch als Mordversuch, das Oberlandesgericht Celle sieht hingegen keinen dringenden Tatverdacht wegen versuchten Mordes. Die Verteidigung von Klette betonte wiederholt, dass nicht gezielt auf den Fahrer des Geldtransporters geschossen wurde.
Das Gericht weicht aus PlatzgrĂŒnden zunĂ€chst auf den Staatsschutzsaal des Oberlandesgerichts Celle aus. Ab Sommer solle der Fall dann im Landgericht in Verden verhandelt werden. UnabhĂ€ngig von dem nun angesetzten Prozess wirft die Bundesanwaltschaft dem Trio die Beteiligung an AnschlĂ€gen vor. Klette wird versuchter Mord in zwei FĂ€llen sowie MittĂ€terschaft bei Sprengstoffexplosionen in der Zeit von Februar 1990 bis MĂ€rz 1993 vorgeworfen. Die bloĂe Mitgliedschaft in der RAF ist inzwischen verjĂ€hrt.
Die Ermittlungsbehörden ĂŒben seit der Festnahme Druck auf alle Personen aus, die sich solidarisch mit der Inhaftierten erklĂ€ren. Auf BesuchsantrĂ€ge folgten mehrfach Vorladungen bei der Bundesanwaltschaft. Klette versteht sich selbst weiterhin als linke Aktivistin und RevolutionĂ€rin. In einem vom Schauspieler Rolf Becker vorgetragenen GruĂwort auf der diesjĂ€hrigen Rosa-Luxemburg-Konferenz erklĂ€rte sie, der anstehende Prozess gegen sie sei ein Prozess gegen eine emanzipatorische, linksradikale und antikapitalistische Opposition; sie freue sich ĂŒber Prozessbeobachtung und jegliche Form der SolidaritĂ€t.
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#DanielaKlette
#RAF
#Staatsschutz
#Staatsterrorismus
#Isohaft
#Knastfolter
#OLGCelle
#Celle
#Verden
#BAW
==> Move your asses, zeigt Euch solidarisch, besucht den ProzeĂ und verbreitet entsprechende Infos! (Gegen-)Ăffentlichkeit entsteht nicht von selbst!! ... und Gefangene freuen sich auch immer ĂŒber Post oder gar Besuche!!!
•NEUER BEITRAG24.03.2025, 18:48 Uhr
| Nutzer / in | |
| arktika | |
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Meiner Meinung nach sollten wir jetzt, da der ProzeĂ gegen Daniela direkt vor der TĂŒr steht, diesen Thread in fĂŒrderhin in ZWEI Teilen fortfĂŒhren, und zwar
- weiterhin in diesem das "Allgemeine" von inhaltlichen Aspekten, Haftbedingungen und allgemeiner Medienhetze sowie Besuchsschikanen ... und
- in einem neuen Thread (im selben Forum) Daniela Klette - Der ProzeĂ das, was unmittelbar mit dem ProzeĂ zusammenhĂ€ngt wie entsprechende Pressemitteilungen, ProzeĂbesucherInnenschikanen ... und natĂŒrlich den ProzeĂterminen selber.
- weiterhin in diesem das "Allgemeine" von inhaltlichen Aspekten, Haftbedingungen und allgemeiner Medienhetze sowie Besuchsschikanen ... und
- in einem neuen Thread (im selben Forum) Daniela Klette - Der ProzeĂ das, was unmittelbar mit dem ProzeĂ zusammenhĂ€ngt wie entsprechende Pressemitteilungen, ProzeĂbesucherInnenschikanen ... und natĂŒrlich den ProzeĂterminen selber.
•NEUER BEITRAG24.03.2025, 18:59 Uhr
EDIT: arktika
24.03.2025, 19:03 Uhr
24.03.2025, 19:03 Uhr
| Nutzer / in | |
| arktika | |
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Zur Festnahme von Daniela Klette et al.
Am 18. MĂ€rz in der abgeschrieben Rubrik der jW:Das Berliner BĂŒndnis RevolutionĂ€rer 1. Mai forderte am Montag Freiheit fĂŒr Daniela Klette und alle Antifaschisten:
FĂŒr die traditionelle revolutionĂ€re 1.-Mai-Demonstration in Berlin-Kreuzberg und Neukölln ist Daniela Klette als Rednerin angefragt. Daniela Klette wurde vor ĂŒber einem Jahr in Berlin-Kreuzberg verhaftet, ihr werden mehrere Enteignungsaktionen vorgeworfen. Ihr Strafprozess beginnt am 25. MĂ€rz vor dem OLG Celle.
»Wenn Daniela Klette nicht persönlich erscheinen kann, werden wir ihren Redebeitrag verlesen«, kĂŒndigt Rosa Hikmet im Namen des Berliner BĂŒndnisses RevolutionĂ€rer 1. Mai an.
Aktuell sind auch Antifaschist*innen von staatlicher Repression betroffen, wie beispielsweise Maja, die gegen höchstrichterliche Rechtsprechung von Berlin nach Budapest ausgeliefert wurde und dort nun vor Gericht steht. Aber auch in der Bundesrepublik sind etwa zehn Antifas inhaftiert.
»Wir sind solidarisch mit allen Antifaschistinnen und Antifaschisten, die staatlich verfolgt werden. Antifaschistische Selbsthilfe ist gerade in Zeiten notwendig, die von hohen Wahlergebnissen fĂŒr rechte Parteien geprĂ€gt sind«, sagt Rosa Hikmet.
»Wenn Daniela Klette nicht persönlich erscheinen kann, werden wir ihren Redebeitrag verlesen«, [...].
Das ist ja wohl anzunehmen. Aber das Procedere ist ja nicht neu. Lief ja auch schon genau so auf der Rosa-Lux-Konferenz im Januar ...
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