4
|
|
posts in a different language!no entries for your choosen language (english) found. Please select a different system language to show this thread!
•NEUES THEMA24.07.2024, 18:54 Uhr
| Nutzer / in | |
| FPeregrin | |
|
|
• Militarismus als "öffentliches Gut"
tp heute:
AufrĂŒstung vs. Demokratie: Wie Militarismus zum öffentlichen Gut erklĂ€rt wird
24. Juli 2024 Peter Nowak
Was gibt es fĂŒr wen in einem gespaltenen, kaputt gesparten Land zu verteidigen? Das Wording bestimmt die Wahrnehmung. Sollte es aber nicht. Ein Kommentar.
"Wenn das die Zukunft der Demokratie ist, dann gute Nacht" â so reagierte Boris Pistorius (SPD), den man ohne Polemik als Kriegsminister bezeichnen kann, auf Proteste wĂ€hrend eines Wahlkampfauftritts vor einigen Tagen in Leipzig. Sie richteten sich hauptsĂ€chlich gegen die militaristische Zeitenwende in Deutschland, die mit einem autoritĂ€ren Staatsumbau und einem ebenso autoritĂ€ren StaatsverstĂ€ndnis einhergeht. Letzteres hat Pistorius mit dem oben erwĂ€hnten Satz auf den Punkt gebracht.
Denn tatsĂ€chlich steht es um die Zukunft einer Demokratie besser, wenn es möglich ist, auch den Mitgliedern der Bundesregierung wie allen anderen Akteuren lautstark den eigenen Unwillen ins Gesicht zu sagen. Sorgen muss man sich eher ĂŒber das autoritĂ€re StaatsverstĂ€ndnis eines Ministers machen, der angesichts solcher Proteste das Ende der Demokratie kommen sieht.
Proteste gegen Bundeswehr-Gelöbnisse gestern und heute
Dabei waren Proteste gegen die Militarisierung der Gesellschaft in Deutschland noch vor 20 Jahren viel stĂ€rker. Angefangen bei den massiven Protesten gegen die Gelöbnisse in Berlin rund um den 20. Juli, den Jahrestag des Hitler-Attentats. FĂŒr mehrere Jahre war das Brimborium ein wichtiges Datum des Gelöbnix-ProtestbĂŒndnisses.
Auch damals wurde nicht das militaristische Zeremoniell, sondern der Protest dagegen als Ende der Demokratie diffamiert. Heute gibt es immerhin noch Adbusting-Aktionen gegen die Bundeswehr und ihre Rituale. Dazu wurden satirische Plakate verwendet.
Wenn AufrĂŒstung zum öffentlichen Gut erklĂ€rt wird
Dass Proteste gegen die Militarisierung heute kleiner sind, liegt auch an der offiziellen Sprachpolitik. Da wird nicht mehr von AufrĂŒstung geredet, sondern von Verteidigung, die ja ein Grundrecht sei, erklĂ€rte unlĂ€ngst der Professor fĂŒr Volkswirtschaftslehre Tobias Börger in der taz, deren Leserinnen und Leser sich zum Teil noch daran erinnern, dass die Zeitung einmal auch deswegen gegrĂŒndet wurde, um ein Forum gegen den Militarismus zu schaffen.
Börger ist Mitherausgeber einer Studie mit dem Titel "Der Wert von Sicherheit und nationaler Verteidigung". Schon durch die Ăberschrift wird deutlich, dass es hier darum geht, die militaristische Zeitenwende zu flankieren. Dazu dient auch die Sprache, was nun nicht besonders neu ist.
Schon in den 1980er Jahre kritisierten AKW-Gegner, dass die AKW-Betreiber mit Begriffen wie Kernkraft oder Entsorgungspark semantisch dafĂŒr sorgen wollten, dass ihre Produkte eher mit Entspannung als einer potentiell tödlichen Technologie verbunden werden. Daher sollte der Begriff "Atom", der doch sehr stark an die tödliche Bombe erinnert, möglichst vermieden werden . Der positiv besetzte Begriff der öffentlichen GĂŒter
Genau so werden heute in der Semantik Begriffe wie Krieg und MilitĂ€r durch positiv besetzte Wörter wie Sicherheit und Verteidigung ersetzt, die dann zum öffentlichen Gut erklĂ€rt werden. Dieser Begriff ist auch in den sozialen Bewegungen positiv gesetzt. Als öffentliche GĂŒter werden Dienstleistungen definiert, die fĂŒr alle Menschen lebensnotwendig sind. Dazu gehören Gesundheit, Wohnen, Carearbeit. Diese öffentlichen GĂŒter sollen fĂŒr alle Menschen zugĂ€nglich sein, unabhĂ€ngig von ihrem Geldbeutel.
DafĂŒr sollen auch öffentliche Gelder ausgegeben werden. Nur: Genau dieses Geld ist meistens nicht vorhanden, wenn es nach den Vorstellungen der neoliberalen Wirtschaftspolitik geht, der sich mindestens der FDP-Wirtschaftsminister Christian Lindner verpflichtet fĂŒhlt. Also wird an allen Ecken und Enden bei diesen öffentlichen GĂŒtern gekĂŒrzt â dafĂŒr wird fieberhaft nach Wegen gesucht, wie trotz der Schuldenbremse weiter Gelder fĂŒr die AufrĂŒstung locker gemacht werden können.
Bessere FreibĂ€der statt AufrĂŒstung
Das fĂŒhrt zu Unmut, wie ihn in einer taz-Kolumne kĂŒrzlich Kersten Augustin am Beispiel der schlecht bewirtschafteten FreibĂ€der in Deutschland ausdrĂŒckte. Nachdem Augustin sehr anschaulich die Probleme beschrieben hat, seinen Sohn ein Zertifikat zu beschaffen, das ihm Schwimmkenntnisse bescheinigt, kommt er zu dem Schluss: "Wenn es heiĂt, die deutsche Infrastruktur sei marode, ist das abstrakt. Konkret heiĂt es: Der Staat erfĂŒllt seine banalste Ausnahme nicht: dass seine BĂŒrger nicht ersaufen."
Und Kersten Augustin fĂŒgt noch eine Frage an, die sich auch viele Menschen stellen, wenn wieder einmal kein Bus kommt oder die Wartezeit fĂŒr einen Termin im BĂŒrgeramt Monate dauert: "Wieso soll man noch Parteien der sogenannten Mitte wĂ€hlen, die Milliarden fĂŒr AufrĂŒstung bereitstellen, aber den eigenen Staat sturmreif schieĂen?"
Konkurrierende öffentliche GĂŒter oder Mogelpackung?
Wenn nun plötzlich die AufrĂŒstung semantisch zum "öffentlichen Gut Sicherheit" erklĂ€rt wird, konkurrieren plötzlich verschiedene öffentliche GĂŒter miteinander. Börger hat dies im taz-Interview so ausgedrĂŒckt:
"Unsere Methodik kommt aus dem Bereich der Umwelt- und der Gesundheitsökonomik. Wenn es um Klimaschutz geht oder die Verbesserung der LuftqualitĂ€t in StĂ€dten, wird diese Art von Studien sehr routinemĂ€Ăig angewendet, es geht dabei um die Bewertung so genannter öffentlicher GĂŒter. Unsere Studie ist, soweit wir das ĂŒberblicken können, die erste, die dieses Konzept auf die Verteidigungspolitik anwendet." (Tobias Börger, taz)
Gleich im Anschluss spitzt er zu:
"Aber es ist sinnvoll, VerteidigungsmaĂnahmen als ein öffentliches Gut zu betrachten. Wenn man innerhalb der deutschen Grenzen lebt und es einen gewissen Verteidigungsschutz gibt, dann kommt der allen zugute, die sich hier aufhalten. Die Frage ist dann: Was ist uns das wert? Wir reden gerade wegen des Regierungsentwurfs fĂŒr den Haushalt viel ĂŒber die Kosten. Aber aus einer Wohlfahrtsperspektive muss man auch erkennen, dass die Ausgaben einen Nutzen produzieren. Und um die Quantifizierung dieses Nutzens geht es." (Tobias Börger, taz)
Spannende Forschungsfrage
Auf die Frage, ob es nicht Konflikte zwischen den öffentlichen GĂŒtern und Verteidigung gibt, antwortet Börger:
"Diese Ăberlegungen gibt es auf jeden Fall, und das ist auch eine absolut spannende Forschungsfrage. Methodisch wĂŒrde man hier versuchen, PrĂ€ferenzen der Bevölkerung fĂŒr die einzelnen Budgetposten im Haushalt zu erfahren. / Dann kann man diese Zielkonflikte betrachten, die es natĂŒrlich gibt: Wenn also ein Verteidigungshaushalt steigen soll, dann muss vielleicht ein Sozialhaushalt dementsprechend kleiner ausfallen. Meines Wissens gibt es Fragestellungen wie diese in der Literatur bereits schon, und wir im Team ĂŒberlegen, ob wir das in Zukunft auch nochmal erforschen." (Tobias Börger, taz)
Hier wird deutlich, dass die Studie ein Teil der BemĂŒhungen der ideologischen Staatsapparate ist, fĂŒr die AufrĂŒstung den GĂŒrtel enger zu schnallen und weiter Verzicht zu ĂŒben. Das kann auch in den knappen Slogan "Kanonen statt Butter" zusammengefasst werden. Wenn nun Militarismus zum öffentlichen Gut erklĂ€rt wird, soll diese Verzichtspolitik fĂŒr die Betroffenen akzeptabler gemacht werden.
Wenn eine linke Zeitung RĂŒstungsmanager lobt
Wie schnell auch manche Linke die Militarisierung der Gesellschaft mitmachen, zeigt ein PortrÀt des Rheinmetall-Vorsitzenden Armin Papperger in der einst deutschlandkritischen Wochenzeitung Jungle World.
Dort wird nicht nur völlig ohne Fragezeichen die dubiose Geheimdienstmeldung ĂŒber einen angeblichen von Russland geplanten Anschlag auf den RĂŒstungsprofiteur wiedergegeben, sondern dies wird dann auch noch mit einer antimilitaristischen Aktion gegen den Konzern Rheinmetall vermengt.
Am Ende heiĂt es ĂŒber den RĂŒstungsmanager: "Ein âHerzensanliegenâ hatte Pappberger die âwirkungsvolle und verlĂ€ssliche UnterstĂŒtzungâ der Ukraine im Juni genannt, diese Zusammenarbeit wolle er noch vertiefen.". Ein solcher Satz ist 2024 in einer einst deutschlandkritischen Zeitung nicht etwa als Kritik, sondern als Lob gemeint.
Hier zeigt sich, wie der ideologische Kampf fĂŒr den deutschen Militarismus FrĂŒchte trĂ€gt.
Keinen Menschen und keinen Cent
Da ist es tatsÀchlich ein gutes Zeichen, wenn Menschen noch gegen Pistorius, Rheinmetall und Co. protestieren und die Kernfrage der Studie "Was ist Dir die nationale Sicherheit wert?" mit einem aktualisierten Satz von August Bebel beantworten: "Keinen Menschen und keinen Cent".
Link ...jetzt anmelden!
Vgl. auch:
> "Ukrainekrieg" an der Heimatfront
Link ...jetzt anmelden!
> Ukraine-"SolidaritÀt": Keine/r soll hungern, ohne zu frieren
Link ...jetzt anmelden!
#SogAntideutsche
AufrĂŒstung vs. Demokratie: Wie Militarismus zum öffentlichen Gut erklĂ€rt wird
24. Juli 2024 Peter Nowak
Was gibt es fĂŒr wen in einem gespaltenen, kaputt gesparten Land zu verteidigen? Das Wording bestimmt die Wahrnehmung. Sollte es aber nicht. Ein Kommentar.
"Wenn das die Zukunft der Demokratie ist, dann gute Nacht" â so reagierte Boris Pistorius (SPD), den man ohne Polemik als Kriegsminister bezeichnen kann, auf Proteste wĂ€hrend eines Wahlkampfauftritts vor einigen Tagen in Leipzig. Sie richteten sich hauptsĂ€chlich gegen die militaristische Zeitenwende in Deutschland, die mit einem autoritĂ€ren Staatsumbau und einem ebenso autoritĂ€ren StaatsverstĂ€ndnis einhergeht. Letzteres hat Pistorius mit dem oben erwĂ€hnten Satz auf den Punkt gebracht.
Denn tatsĂ€chlich steht es um die Zukunft einer Demokratie besser, wenn es möglich ist, auch den Mitgliedern der Bundesregierung wie allen anderen Akteuren lautstark den eigenen Unwillen ins Gesicht zu sagen. Sorgen muss man sich eher ĂŒber das autoritĂ€re StaatsverstĂ€ndnis eines Ministers machen, der angesichts solcher Proteste das Ende der Demokratie kommen sieht.
Proteste gegen Bundeswehr-Gelöbnisse gestern und heute
Dabei waren Proteste gegen die Militarisierung der Gesellschaft in Deutschland noch vor 20 Jahren viel stĂ€rker. Angefangen bei den massiven Protesten gegen die Gelöbnisse in Berlin rund um den 20. Juli, den Jahrestag des Hitler-Attentats. FĂŒr mehrere Jahre war das Brimborium ein wichtiges Datum des Gelöbnix-ProtestbĂŒndnisses.
Auch damals wurde nicht das militaristische Zeremoniell, sondern der Protest dagegen als Ende der Demokratie diffamiert. Heute gibt es immerhin noch Adbusting-Aktionen gegen die Bundeswehr und ihre Rituale. Dazu wurden satirische Plakate verwendet.
Wenn AufrĂŒstung zum öffentlichen Gut erklĂ€rt wird
Dass Proteste gegen die Militarisierung heute kleiner sind, liegt auch an der offiziellen Sprachpolitik. Da wird nicht mehr von AufrĂŒstung geredet, sondern von Verteidigung, die ja ein Grundrecht sei, erklĂ€rte unlĂ€ngst der Professor fĂŒr Volkswirtschaftslehre Tobias Börger in der taz, deren Leserinnen und Leser sich zum Teil noch daran erinnern, dass die Zeitung einmal auch deswegen gegrĂŒndet wurde, um ein Forum gegen den Militarismus zu schaffen.
Börger ist Mitherausgeber einer Studie mit dem Titel "Der Wert von Sicherheit und nationaler Verteidigung". Schon durch die Ăberschrift wird deutlich, dass es hier darum geht, die militaristische Zeitenwende zu flankieren. Dazu dient auch die Sprache, was nun nicht besonders neu ist.
Schon in den 1980er Jahre kritisierten AKW-Gegner, dass die AKW-Betreiber mit Begriffen wie Kernkraft oder Entsorgungspark semantisch dafĂŒr sorgen wollten, dass ihre Produkte eher mit Entspannung als einer potentiell tödlichen Technologie verbunden werden. Daher sollte der Begriff "Atom", der doch sehr stark an die tödliche Bombe erinnert, möglichst vermieden werden . Der positiv besetzte Begriff der öffentlichen GĂŒter
Genau so werden heute in der Semantik Begriffe wie Krieg und MilitĂ€r durch positiv besetzte Wörter wie Sicherheit und Verteidigung ersetzt, die dann zum öffentlichen Gut erklĂ€rt werden. Dieser Begriff ist auch in den sozialen Bewegungen positiv gesetzt. Als öffentliche GĂŒter werden Dienstleistungen definiert, die fĂŒr alle Menschen lebensnotwendig sind. Dazu gehören Gesundheit, Wohnen, Carearbeit. Diese öffentlichen GĂŒter sollen fĂŒr alle Menschen zugĂ€nglich sein, unabhĂ€ngig von ihrem Geldbeutel.
DafĂŒr sollen auch öffentliche Gelder ausgegeben werden. Nur: Genau dieses Geld ist meistens nicht vorhanden, wenn es nach den Vorstellungen der neoliberalen Wirtschaftspolitik geht, der sich mindestens der FDP-Wirtschaftsminister Christian Lindner verpflichtet fĂŒhlt. Also wird an allen Ecken und Enden bei diesen öffentlichen GĂŒtern gekĂŒrzt â dafĂŒr wird fieberhaft nach Wegen gesucht, wie trotz der Schuldenbremse weiter Gelder fĂŒr die AufrĂŒstung locker gemacht werden können.
Bessere FreibĂ€der statt AufrĂŒstung
Das fĂŒhrt zu Unmut, wie ihn in einer taz-Kolumne kĂŒrzlich Kersten Augustin am Beispiel der schlecht bewirtschafteten FreibĂ€der in Deutschland ausdrĂŒckte. Nachdem Augustin sehr anschaulich die Probleme beschrieben hat, seinen Sohn ein Zertifikat zu beschaffen, das ihm Schwimmkenntnisse bescheinigt, kommt er zu dem Schluss: "Wenn es heiĂt, die deutsche Infrastruktur sei marode, ist das abstrakt. Konkret heiĂt es: Der Staat erfĂŒllt seine banalste Ausnahme nicht: dass seine BĂŒrger nicht ersaufen."
Und Kersten Augustin fĂŒgt noch eine Frage an, die sich auch viele Menschen stellen, wenn wieder einmal kein Bus kommt oder die Wartezeit fĂŒr einen Termin im BĂŒrgeramt Monate dauert: "Wieso soll man noch Parteien der sogenannten Mitte wĂ€hlen, die Milliarden fĂŒr AufrĂŒstung bereitstellen, aber den eigenen Staat sturmreif schieĂen?"
Konkurrierende öffentliche GĂŒter oder Mogelpackung?
Wenn nun plötzlich die AufrĂŒstung semantisch zum "öffentlichen Gut Sicherheit" erklĂ€rt wird, konkurrieren plötzlich verschiedene öffentliche GĂŒter miteinander. Börger hat dies im taz-Interview so ausgedrĂŒckt:
"Unsere Methodik kommt aus dem Bereich der Umwelt- und der Gesundheitsökonomik. Wenn es um Klimaschutz geht oder die Verbesserung der LuftqualitĂ€t in StĂ€dten, wird diese Art von Studien sehr routinemĂ€Ăig angewendet, es geht dabei um die Bewertung so genannter öffentlicher GĂŒter. Unsere Studie ist, soweit wir das ĂŒberblicken können, die erste, die dieses Konzept auf die Verteidigungspolitik anwendet." (Tobias Börger, taz)
Gleich im Anschluss spitzt er zu:
"Aber es ist sinnvoll, VerteidigungsmaĂnahmen als ein öffentliches Gut zu betrachten. Wenn man innerhalb der deutschen Grenzen lebt und es einen gewissen Verteidigungsschutz gibt, dann kommt der allen zugute, die sich hier aufhalten. Die Frage ist dann: Was ist uns das wert? Wir reden gerade wegen des Regierungsentwurfs fĂŒr den Haushalt viel ĂŒber die Kosten. Aber aus einer Wohlfahrtsperspektive muss man auch erkennen, dass die Ausgaben einen Nutzen produzieren. Und um die Quantifizierung dieses Nutzens geht es." (Tobias Börger, taz)
Spannende Forschungsfrage
Auf die Frage, ob es nicht Konflikte zwischen den öffentlichen GĂŒtern und Verteidigung gibt, antwortet Börger:
"Diese Ăberlegungen gibt es auf jeden Fall, und das ist auch eine absolut spannende Forschungsfrage. Methodisch wĂŒrde man hier versuchen, PrĂ€ferenzen der Bevölkerung fĂŒr die einzelnen Budgetposten im Haushalt zu erfahren. / Dann kann man diese Zielkonflikte betrachten, die es natĂŒrlich gibt: Wenn also ein Verteidigungshaushalt steigen soll, dann muss vielleicht ein Sozialhaushalt dementsprechend kleiner ausfallen. Meines Wissens gibt es Fragestellungen wie diese in der Literatur bereits schon, und wir im Team ĂŒberlegen, ob wir das in Zukunft auch nochmal erforschen." (Tobias Börger, taz)
Hier wird deutlich, dass die Studie ein Teil der BemĂŒhungen der ideologischen Staatsapparate ist, fĂŒr die AufrĂŒstung den GĂŒrtel enger zu schnallen und weiter Verzicht zu ĂŒben. Das kann auch in den knappen Slogan "Kanonen statt Butter" zusammengefasst werden. Wenn nun Militarismus zum öffentlichen Gut erklĂ€rt wird, soll diese Verzichtspolitik fĂŒr die Betroffenen akzeptabler gemacht werden.
Wenn eine linke Zeitung RĂŒstungsmanager lobt
Wie schnell auch manche Linke die Militarisierung der Gesellschaft mitmachen, zeigt ein PortrÀt des Rheinmetall-Vorsitzenden Armin Papperger in der einst deutschlandkritischen Wochenzeitung Jungle World.
Dort wird nicht nur völlig ohne Fragezeichen die dubiose Geheimdienstmeldung ĂŒber einen angeblichen von Russland geplanten Anschlag auf den RĂŒstungsprofiteur wiedergegeben, sondern dies wird dann auch noch mit einer antimilitaristischen Aktion gegen den Konzern Rheinmetall vermengt.
Am Ende heiĂt es ĂŒber den RĂŒstungsmanager: "Ein âHerzensanliegenâ hatte Pappberger die âwirkungsvolle und verlĂ€ssliche UnterstĂŒtzungâ der Ukraine im Juni genannt, diese Zusammenarbeit wolle er noch vertiefen.". Ein solcher Satz ist 2024 in einer einst deutschlandkritischen Zeitung nicht etwa als Kritik, sondern als Lob gemeint.
Hier zeigt sich, wie der ideologische Kampf fĂŒr den deutschen Militarismus FrĂŒchte trĂ€gt.
Keinen Menschen und keinen Cent
Da ist es tatsÀchlich ein gutes Zeichen, wenn Menschen noch gegen Pistorius, Rheinmetall und Co. protestieren und die Kernfrage der Studie "Was ist Dir die nationale Sicherheit wert?" mit einem aktualisierten Satz von August Bebel beantworten: "Keinen Menschen und keinen Cent".
Link ...jetzt anmelden!
Vgl. auch:
> "Ukrainekrieg" an der Heimatfront
Link ...jetzt anmelden!
> Ukraine-"SolidaritÀt": Keine/r soll hungern, ohne zu frieren
Link ...jetzt anmelden!
#SogAntideutsche
•NEUER BEITRAG03.07.2025, 14:53 Uhr
| Nutzer / in | |
| arktika | |
|
|
Militarismus als "öffentliches Gut"
Ein knappes Jahr spĂ€ter: Die sog. âPhase zwei der Zeitenwendeâ soll durchgeprĂŒgelt werden, unter dem LĂŒgenmotto âWir sind im Krieg mit Russland.â MilitĂ€rausgaben und -aufgaben hoch, Militarisierung der Gesellschaft, Sozialausgaben runter (ist ja schlieĂlich nicht unendlich Geld da zum Verteilen) sowie Menschenrechte + "Demokratie" - was ist das eigentlich?, also "expendable"!Zu einigen dieser Aspekte + zum FĂŒhrungsanspruch der BRD steht am 26. Juni diesen Jahres ein wichtiger Artikel auf gfp:
âPhase zwei der Zeitenwendeâ
NATO legt FĂŒnf-Prozent-Ziel fest. Bundesregierung will deutschen MilitĂ€rhaushalt von 52 Milliarden Euro (2024) auf 153 Milliarden Euro (2029) verdreifachen. AuĂenpolitikexperte behauptet: âWir sind im Krieg mit Russland.â
DEN HAAG/BERLIN (Eigener Bericht) â Die NATO wird sich bei der AufrĂŒstung weltweit an die Spitze setzen und ihre globale FĂŒhrungsstellung in puncto Militarisierung noch weiter ausbauen. Dies ist eine zentrale Folge des Beschlusses des NATO-Gipfels am gestrigen Mittwoch in Den Haag, die MilitĂ€rausgaben der Mitgliedstaaten ab 2035 verpflichtend auf fĂŒnf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) festzulegen â 3,5 Prozent fĂŒr den direkten, 1,5 Prozent fĂŒr den indirekten militĂ€rischen Bedarf, insbesondere Infrastruktur. Bereits heute entfallen 55 Prozent aller MilitĂ€rausgaben weltweit auf die NATO. Nur recht wenige Staaten geben mehr als 3,5 Prozent fĂŒr ihre StreitkrĂ€fte aus, darunter etwa Israel (8,8 Prozent) und Saudi-Arabien (7,3 Prozent). Die Bundesregierung will den MilitĂ€rhaushalt von rund 52 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf fast 153 Milliarden Euro im Jahr 2029 verdreifachen. Dies geht mit einer Neuverschuldung her, die 2029 mehr als vier Prozent des BIP erreichen dĂŒrfte. Zur BegrĂŒndung erklĂ€rte Bundeskanzler Friedrich Merz am Mittwoch, Russland bedrohe âden gesamten Friedenâ in Europa. Ein AuĂenpolitikexperte behauptet: âWir sind schon im Krieg mit Russlandâ â in einem âhybriden Kriegâ.
Fast RĂŒstungsweltmeister
Mit ihrem Beschluss, in Zukunft Mittel in Höhe von fĂŒnf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) fĂŒr militĂ€rische Belange auszugeben â Gelder in Höhe von 3,5 Prozent unmittelbar fĂŒr die StreitkrĂ€fte â, setzt sich die NATO in Sachen Militarisierung weltweit an die Spitze. Laut Angaben des Stockholmer Forschungsinstituts SIPRI gibt es unter den 40 LĂ€ndern mit den höchsten MilitĂ€rausgaben in absoluten Zahlen nur sehr wenige Staaten, die einen höheren Anteil an ihrer Wirtschaftsleistung in ihr MilitĂ€r stecken. AuĂer Russland (7,1 Prozent) und der Ukraine (34 Prozent), die kriegsbedingt drastisch erhöhte MilitĂ€rausgaben tĂ€tigen, lagen laut SIPRI im Jahr 2024 nur Israel (8,8 Prozent), Algerien (8 Prozent), Saudi-Arabien (7,3 Prozent) und Kuwait (4,8 Prozent) oberhalb eines BIP-Anteils von 3,5 Prozent. Alle anderen von SIPRI analysierten Nicht-NATO-Staaten gaben meist deutlich weniger als 3,5 Prozent ihres BIP fĂŒr ihre StreitkrĂ€fte aus. Der weltweite Durchschnitt lag laut SIPRI bei 2,5 Prozent. China, das im Westen gern wegen vermeintlich exzessiver MilitĂ€rausgaben angeprangert wird, wandte im Jahr 2024 Mittel in Höhe von 1,7 Prozent seines BIP (SIPRI-SchĂ€tzung) fĂŒr seine Armee auf. Im vergangenen Jahr standen die NATO-Staaten mit rund 1,5 Billionen US-Dollar fĂŒr 55 Prozent aller globalen MilitĂ€rausgaben.[1] Ihr Anteil wird weiter wachsen.
Ein Drittel des Bundeshaushalts
Die Bundesregierung will nach ihren jĂŒngsten PlĂ€nen den Anteil des Wehretats am BIP so schnell steigern wie kaum ein anderes Land â erheblich schneller als zunĂ€chst geplant. Hatte es zunĂ€chst geheiĂen, Berlin wolle seine MilitĂ€rausgaben einschlieĂlich aller Aufwendungen jenseits des regulĂ€ren Bundeswehrhaushalts (âSondervermögenâ) von 2,1 Prozent im Jahr 2025 in jĂ€hrlichen SprĂŒngen von 0,2 Prozentpunkten auf 3,5 Prozent im Jahr 2032 steigern [2], so soll der 3,5-Prozent-Anteil laut Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) nun schon im Jahr 2029 erreicht werden. Hatte das deutsche Wehrbudget im vergangenen Jahr ein Volumen von knapp 52 Milliarden Euro, so soll es dieses Jahr 62,4 Milliarden Euro erreichen und dann innerhalb von nur vier Jahren auf 152,8 Milliarden Euro in die Höhe schnellen.[3] Der Betrag entspricht einem knappen Drittel des Bundeshaushalts 2024. Hinzu kĂ€men gut 70 Milliarden Euro fĂŒr militĂ€risch benötigte Infrastruktur sowie weiteren militĂ€rischen Bedarf, darunter etwa Munitions- und Treibstofflager, Bunker oder die Spionageabwehr.[4] Bereits in diesem Jahr will die Bundesregierung, um die AufrĂŒstung und einige weitere Investitionen zu finanzieren, Neuschulden in Höhe von 143,1 Milliarden Euro aufnehmen â fast 3,3 Prozent des BIP.[5] 2029 könnte die Neuverschuldung einen Wert von ĂŒber 4 Prozent des BIP erreichen.
âMit Russland im Kriegâ
Zur BegrĂŒndung fĂŒr die beispiellose AufrĂŒstung heiĂt es seit geraumer Zeit, Russland könne schon in wenigen Jahren in der Lage und womöglich auch bereit sein, europĂ€ische NATO-Staaten anzugreifen. âPutins Kriegswirtschaft arbeitet auf einen weiteren Konflikt zuâ, behauptete Verteidigungsminister Boris Pistorius bereits im Juni 2024 und verlangte: âWir mĂŒssen bis 2029 kriegstĂŒchtig sein.â[6] Seine Forderung wird seither regelmĂ€Ăig wiederholt und von Berliner MilitĂ€rs und Geheimdienstlern bestĂ€tigt. Bundeskanzler Friedrich Merz erklĂ€rte am Dienstag vor dem Bundestag, Russland bedrohe âdie Sicherheit und die Freiheit des gesamten euroatlantischen Raums aktiv und aggressivâ: Man mĂŒsse âbefĂŒrchten ..., dass Russland den Krieg ĂŒber die Ukraine hinaus fortsetzen wirdâ.[7] Am gestrigen Mittwoch Ă€uĂerte er am Rande des NATO-Gipfels in Den Haag, Moskau bedrohe âden gesamten Frieden, die gesamte politische Ordnung unseres Kontinentsâ.[8] Experten gehen zuweilen noch weiter. âWir mĂŒssen uns ĂŒber eins klar sein: Wir sind schon im Krieg mit Russlandâ, behauptete am Dienstag Stephan Bierling, Professor fĂŒr Internationale Politik an der UniversitĂ€t Regensburg.[9] Bierling relativierte zwar, es gehe um einen âhybride[n] Kriegâ, fuhr aber fort, es handle sich um âdie erste Stufe eines unerklĂ€rten Krieges, den Putin gegen uns im Westen und damit auch gegen die NATO fĂŒhrt.â
âKeine GroĂmacht mehrâ
Die Behauptung, die europĂ€ischen NATO-Staaten drohten von Russland angegriffen zu werden, konstrastiert eigentĂŒmlich mit ĂuĂerungen diverser fĂŒhrender Politiker, die jenseits einer groĂen Medienöffentlichkeit getĂ€tigt werden â in Kontexten abseits des Werbens fĂŒr eine drastische AufrĂŒstung. So Ă€uĂerte etwa Finnlands PrĂ€sident Alexander Stubb Mitte Mai auf einer auĂenpolitischen Fachkonferenz in Estlands Hauptstadt Tallinn, er habe kĂŒrzlich im GesprĂ€ch mit US-PrĂ€sident Donald Trump darauf hingewiesen, dass Russland âkeine GroĂmachtâ mehr sei, jedenfalls ânicht ökonomischâ; seine Wirtschaftsleistung sei geringer als diejenige Italiens âund nur wenig gröĂerâ als diejenige Spaniens.[10] MilitĂ€risch komme es in der Ukraine nur sehr langsam voran; es könne nicht mehr âals GroĂmacht angesehen werdenâ. Polens AuĂenminister RadosĆaw Sikorski konstatierte auf derselben Konferenz, rĂŒste die NATO wie geplant auf, dann gĂ€ben allein die NATO-Staaten Europas âim Friedensmodus zweieinhalb Mal mehrâ fĂŒr ihr MilitĂ€r aus âals Russland im Kriegsmodusâ. Selbst AuĂenminister Johann Wadephul rĂ€umte kĂŒrzlich ein, Russlands âKriegsmaschinerieâ dĂŒrfe man nicht ĂŒberschĂ€tzen: âImmerhin versucht sie seit drei Jahren, ein Ziel zu erreichen, welches Putin innerhalb nur weniger Tage erreichen wollteâ.[11] Sie komme immer noch kaum voran.
>>>>>
•NEUER BEITRAG03.07.2025, 15:01 Uhr
EDIT: arktika
03.07.2025, 15:14 Uhr
03.07.2025, 15:14 Uhr
| Nutzer / in | |
| arktika | |
|
|
Militarismus als "öffentliches Gut"
>>>>>âBereit zu fĂŒhrenâ
UnabhĂ€ngig davon ermöglicht es die beispiellose AufrĂŒstung der NATO, Russland in ein WettrĂŒsten zu zwingen, das es aufgrund seiner deutlich geringeren ökonomischen Ressourcen nicht gewinnen kann. Zugleich eröffnet sie Deutschland die Chance, die Bundeswehr âzur stĂ€rksten konventionellen Armee Europasâ zu machen, wie es Bundeskanzler Friedrich Merz am Dienstag zum wiederholten Mal bekrĂ€ftigte.[12] Denn wĂ€hrend die Bundesregierung dank des erheblich niedrigeren deutschen Schuldenstandes im groĂen Stil Kredite aufnehmen kann, um umfassend hochzurĂŒsten, ist dies Frankreich, Italien und GroĂbritannien â den unmittelbarsten militĂ€rischen Konkurrenten der Bundesrepublik in Europa â wegen ihrer viel höheren Schulden nicht möglich. Man werde âsehr hartâ daran arbeiten, âdass Deutschland zu seiner StĂ€rke zurĂŒckfindetâ, kĂŒndigte Merz am Dienstag an. AuĂenminister Wadephul hatte kurz zuvor mit Blick auf das FĂŒnf-Prozent-Ziel der NATO erklĂ€rt: âDeutschland muss ein Vorbild sein, wir mĂŒssen bereit sein zu fĂŒhren.â Man werde kĂŒnftig ânoch viel mehr ĂŒber unsere Sicherheit redenâ.[13] âEin groĂes Invetitionsprogramm in unsere Verteidigungâ sei ebenso unverzichtbar wie âmehr Personal in der Bundeswehrâ oder âeine deutliche StĂ€rkung des Zivilschutzesâ. Wadephul kĂŒndigte an: âJetzt beginnt Phase zwei der Zeitenwende.â
[1] Trends in World Military Expenditure, 2024. SIPRI Fact Sheet. Solna, April 2025.
[2] S. dazu Das gröĂte AufrĂŒstungsprogramm.
[3] Klingbeil plant 143 Milliarden neue Schulden. Frankfurter Allgemeine Zeitung 24.06.2025.
[4] Klingbeil will NATO-Ziel schon 2029 erreichen. Frankfurter Allgemeine Zeitung 25.06.2025.
[5] Manfred SchÀfers: 143 Milliarden Euro neue Schulden. Frankfurter Allgemeine Zeitung 24.06.2025.
[6] Rede des Bundesministers der Verteidigung, Boris Pistorius, eingangs der Befragung der Bundesregierung vor dem Deutschen Bundestag am 5. Juni 2024 in Berlin.
[7] RegierungserklĂ€rung von Bundeskanzler Friedrich Merz zum Nato-Gipfel am 24. und 25. Juni in Den Haag und zum EuropĂ€ischen Rat am 26. und 27. Juni 2025 in BrĂŒssel vor dem Deutschen Bundestag am 24. Juni 2025 in Berlin.
[8] Merz sieht âgesamte politische Ordnungâ Europas durch Russland bedroht. zeit.de 25.06.2025.
[9] âDie Nato ist schon im Krieg mit Russlandâ. t-online.de 24.06.2025.
[10] Patrick Wintour: Donald Trump is losing patience with Russia, says Finnish leader. theguardian.com 18.05.2025. S. auch Verhandlungen in Istanbul.
[11] âDas war von Anfang an klarâ, sagt Wadephul zur Frage, wie der Krieg enden werde. welt.de 30.05.2025.
[12] RegierungserklĂ€rung von Bundeskanzler Friedrich Merz zum Nato-Gipfel am 24. und 25. Juni in Den Haag und zum EuropĂ€ischen Rat am 26. und 27. Juni 2025 in BrĂŒssel vor dem Deutschen Bundestag am 24. Juni 2025 in Berlin.
[13] Christoph Schult, Severin Weiland: âJetzt beginnt Phase zwei der Zeitenwendeâ. spiegel.de 20.06.2025.
Link ...jetzt anmelden!
#Zeitenwende
#Militarisierunt
#Russland
#NATO
#BRD
#Militaerhaushalt
#kriegsgeil
vgl. zu diesem Thema auch den Thread '...kĂŒnftig öfter und entschiedener fĂŒhren mĂŒssen.', auch in diesem Forum, aber im Unterforum "Der Hauptfeind" unter Link ...jetzt anmelden!
•NEUER BEITRAG30.10.2025, 18:56 Uhr
EDIT: arktika
30.10.2025, 19:03 Uhr
30.10.2025, 19:03 Uhr
| Nutzer / in | |
| arktika | |
|
|
Militarismus als "öffentliches Gut"
"Wadephul kĂŒndigte an: âJetzt beginnt Phase zwei der Zeitenwende.â"Dazu gehört dann auch der verstĂ€rkte
ArmeescheiĂ in die Freizeitparks, damit erreicht man ALLE, der Rest darf dann auch wegbleiben oder wenigstens weggucken. Noch!
Frohe Nachricht im Online Extra der jW vom 29. Oktober:
Bundeswehr-Airbus im Serengeti-Park angekommen
Hodenhagen. Ein ausrangierter Bundeswehr-Airbus ist am Mittwoch mithilfe eines Schwerlasttransporters im Serengeti-Park angekommen. Die finale, rund zehn Kilometer lange Strecke bis zum Park im Heidekreis sei ohne gröĂere ZwischenfĂ€lle verlaufen, teilte eine Sprecherin des Serengeti-Parks mit. Ăber insgesamt drei NĂ€chte wurde der A310 vom TruppenĂŒbungsplatz Lohheide zum Safaripark in der SĂŒdheide gebracht, wobei Umweltauflagen gemÀà an hunderten BĂ€umen Ăste hochgebunden werden mussten. Um seine ĂberfĂŒhrung durch ein Naturschutzgebiet hatte es jahrelang Streit gegeben. Wegen eines neuen Verfahrens zum Tieferlegen des Rumpfes erlaubte die Region Hannover das Vorhaben schlieĂlich. Bis zum SpĂ€tsommer 2026 soll aus dem Flugzeug ein Restaurant mit etwa 200 SitzplĂ€tzen werden. (dpa/jW)
Link ...jetzt anmelden!
Guten Appetit!
Andererseits: Seit vielen Jahren schon gibt es in einem Panzermuseum in DĂ€nemark (auf Sjaelland) - wo finanziell sehr gut ausgestattete Personen sogar selber einen echten Panzer fahren dĂŒrfen - ein CafĂ©/Bistro mit dem schönen Namen "Zur Bombe" (Wahrzeichen eine ganz normale Bombe, die da in der Gaststube hĂ€ngt). Und da stört sich auch keiner dran ...
JPEG-Datei •
Bild öffnen
...ohne Wasserzeichen: anmelden!
cafebomben.jpeg
•NEUER BEITRAG30.10.2025, 21:27 Uhr
EDIT: FPeregrin
30.10.2025, 21:30 Uhr
30.10.2025, 21:30 Uhr
| Nutzer / in | |
| FPeregrin | |
|
|
FN ad DK: Im Fall von DĂ€nemark muĂ man unbedingt zur Kenntnis nehmen, daĂ dergleichen auf eine "demokratische" Ideologie der #Vaterlandsverteidigung aufsetzt. Die "demokratische" Unterlage wird ganz schnell ein Podest fĂŒr imperialistische Kriegsprojekte, wenn man die klassenmĂ€Ăige Basis nicht versteht, nicht verstehen will oder aktiv verschleiert. Auch der NATO-Eintritt von Schweden und Finnland ist so ideologisch vorbereitet worden.
• Schau mal: ziemlich ähnliche Diskussionen in den www.secarts.org-Foren
Ăber Die Ukraine hinaus
FPeregrin
• 19.11.2024
arktika
• 03.11.2024
arktika
• 03.11.2024
Vom "Ukrainekrieg" zu Weltkrieg III
arktika
• 29.12.2025
arktika
• 29.12.2025
arktika
• 29.12.2025
NEW
Ăber Israel/PalĂ€stina hinaus
arktika
NEW
16.02.2026
arktika
• 10.02.2026
arktika
• 10.02.2026
Skandinavien/Finnland + der Ukrainekrieg
arktika
• 01.07.2025
arktika
• 01.07.2025
arktika
• 01.07.2025
Ukraine: "Dummy" fĂŒr die NATO
arktika
• 27.12.2025
arktika
• 20.05.2025
arktika
• 19.11.2024
(Deutsche) Imperialistische Hoheit ĂŒber Antifagedenken
arktika
• 17.07.2025
FPeregrin
• 10.07.2025
arktika
• 16.05.2025
248
Hier ist der Leitartikel von der Partei des Volkswillens-Syrian (Kommunistisch) eine Analyse zur Situation ĂŒber Ukraine..
In Deutschland wird m.E von linken viel diskutiert, ob Russland ist oder wird in der Zukun...more
21
In diesem Sinne ein interessanter Artikel von Dmitri Trenin, Direktor des Instituts fĂŒr militĂ€rische Weltwirtschaft und Strategie an der Higher School of Economics Research University, am 19. Juli auf RTdeutsch:
...more
120
Derweil nutzt die USA die Gelegenheit, Syrien zu bombardieren, natĂŒrlich nur als "Selbstverteidigung":
Pentagon: USA fliegen im Osten Syriens Luftangriffe auf Ziele mit Iran-Bezug
Das US-MilitÀr flog Luftang...more
14
... und die NATO usw. usf.
Diesmal SCHWEDEN:
Hatte Schweden sich zumindest Ă€uĂerlich lange viel auf seine "NeutralitĂ€t" + vorgebliche Friedfertigkeit u. Menschenfreundlichkeit (s. auch die schwed. Schaffun...more
14
Noch 'n Ukraine-Thread ... Schon wieder! ... Meines Erachtens ist es sinnvoll, diesen Thread aufzumachen und ihn im Forum 'Imperialismus' aufzumachen, da die Ukraine ja letztlich nur ein Spielball u. ein Spielgrund...more
58
Die BRD dehnt ihren Propagandakrieg gegen RuĂland auf immer mehr Bereiche aus.
Neben dem wirtschaftlichen "sich-selbst-ins-Bein-SchieĂen" durch BoykottmaĂnahmen, die der BRD- (u. Eu-) Wirtschaft mehr schaden al...more